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Paulas Nachrichten

Paula findet die Sternsinger toll

29.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

habt ihr schöne Weihnachten gehabt? Bei mir war es toll. Jetzt kommt ja das neue Jahr. Darauf freue ich mich auch schon. Das geht auch schon richtig gut los. Da sind nämlich erst einmal die Sternsinger unterwegs. Kennt ihr die? Die laufen verkleidet von Tür zu Tür und singen für die Menschen Lieder. Dafür bekommen sie Spenden. Und das Geld sammeln sie immer für arme Kinder. Ich habe die Sternsinger schon gesehen. Soll ich euch erzählen, wie das kam? Also gut . . .

Vor ein paar Wochen bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Er hat gerade telefoniert. Er hat mich aber gleich hergewunken und gemeint: „Das ist für dich, Paula!“

Ich habe mir den Hörer geschnappt. Und stellt euch vor: Da war ein Sternsinger dran! Der hatte letztes Jahr meinen Brief gelesen, in dem ich euch von den Sternsinger erzählt habe. Und jetzt hat er mich eingeladen zu einem Treffen! Wir haben uns verabredet. Ich hatte also einen richtigen Termin! So wie die großen Reporter auch immer!

Der Andreas ist mit mir hingefahren ins katholische Gemeindehaus in Nürtingen. Da haben die Kinder schon gewartet. Die hatten auch schon ihre schönen Kostüme an. Damit sehen sie aus wie die Heiligen Drei Könige. Die hat damals vor über 2000 Jahren ein Stern zum neugeborenen Jesuskind geführt. Caspar, Melchior und Balthasar hießen die Könige. Deshalb schreiben die Sternsinger auch immer „C+M+B“ an die Tür. Aber die Buchstaben können auch für den lateinischen Segensspruch „Christus Mansionem Benedicat“ stehen. Das heißt: „Christus segne dieses Haus.“ Das hat mir der Andreas schon erklärt.

Der Feiertag der Heiligen Drei Könige ist nächste Woche. Am 6. Januar. Das war aber noch einige Wochen hin bis da. Deshalb habe ich gleich losgeschnattert: „He, geht ihr denn jetzt schon los?“

Ein Sternsinger hat mir geantwortet: „Nein, Paula. Aber wir treffen uns jetzt schon. Dann verteilen wir unsere Kostüme und wir besprechen unseren Einsatz.“

Das fand ich gut. „Wisst ihr denn dann auch schon, für wen ihr dieses Jahr sammelt?“, wollte ich wissen.

Und auch darauf hat der kleine Sternsinger eine Antwort gehabt: „Wir sammeln für die Kinder in Tansania. Das ist ein armes Land in Afrika. Dort gibt es kaum Ärzte. Stell dir mal vor, Paula: Da gibt es im ganzen Land nur 100 Kinderärzte. Dabei hat das riesige Land halb so viele Einwohner wie Deutschland. Und die Hälfte davon sind Kinder! Die müssen auch gegen die schlimme Krankheit Malaria geimpft werden. Und das kostet viel Geld. Dafür sammeln wir Sternsinger diesmal.“

Das fand ich toll. Ich habe die Sternsinger ganz glücklich und stolz angeschaut. Der kleine Sternsinger hat das gemerkt und gemeint: „Du kannst uns ja helfen, Paula. Jedes Kind kann uns helfen. Egal von welcher Religion. Wir treffen uns noch einmal am Sonntag, 30. Dezember, 17 Uhr, im Gemeindehaus St. Johannes in Nürtingen. Da kann jeder kommen, der helfen will. Auch Erwachsene. Die müssen ja mit uns Kindern zum Beispiel durch die Stadt laufen.“

„Das ist aber lieb von euch“, habe ich die Kinder gelobt.

Der Sternsinger hat geantwortet: „Tja, Paula, das macht uns aber auch Spaß. Und wir können damit anderen Kindern helfen. Denen geht es nicht so gut wie uns. Wir könnten ja auch unser Sparschwein schlachten und das Geld für die afrikanischen Kinder spenden. Aber als Sternsinger können wir zusammen viel mehr sammeln.“

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Sternsinger haben mir nämlich auch noch berichtet, wie viele sie sonst immer sind. 250 Sternsinger sind meistens unterwegs. Das sind ja so viele wie zehn Schulklassen! Die gehen dann durch die Stadt in Nürtingen, durch Reudern, Oberensingen, Zizishausen, das Roßdorf, Enzenhardt, Hardt, und Neckarhausen. Und auch durch Wolfschlugen. „Zu den Kindern kommen noch rund 150 bis 200 Helfer. Die sind in der Küche, nähen und waschen die Gewänder oder begleiten die Kinder“, hat mir eine Frau berichtet, die immer hilft.

In den letzten Jahren haben die Sternsinger immer ganz viele Euros gesammelt. Einmal zum Beispiel 48 000 Euro! Der Andreas hat gemeint: „Damit könntest du dir 50 000 Salatköpfe kaufen! Und dann könntest du 137 Jahre lang jeden Tag einen essen!“

Das fand ich schon verlockend. Aber ich finde es viel toller, dass die Kinder so viel Geld für arme Kinder in anderen Ländern sammeln. Die brauchen das wirklich!

Also, wenn ihr Zeit und Lust habt, liebe Kinder, dann geht morgen um 17 Uhr ins katholische Gemeindehaus und meldet euch zum Helfen! Eure Paula

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