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Paula findet den Kiosk richtig gut

29.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was ist eigentlich gerade                                     in der Kikuwe ohne Kinder los?

Hallo, liebe Kinder,

bis vorgestern war es ja richtig schönes Wetter. Da ist es seltsam, wenn man meistens zuhause bleiben muss. Deshalb habe ich geseufzt und zum Andreas gesagt: „Hach, es ist schon eine komische Zeit für uns Zeitungsenten und Kinder, gell?“

„Äh, ja“, hat der Andreas gesagt. „Aber für die Reporter und die anderen Erwachsenen ist das auch seltsam. Wir können ja viele unserer Freunde auch nicht sehen. Auch mit vielen Hobbys geht gerade nichts. Kein Fußball. Keine Musik mit der Band. Zum Beispiel“

Ich habe überlegt: „Für die erwachsenen Kindermenschen muss das auch komisch sein. Wenn die Kinder nicht in die Schulen und die Kindergärten dürfen  ...“

„Naja“, hat der Andreas gemeint, „viele Lehrer schicken den Kindern ja wenigstens Aufgaben durchs Internet.“

„Stimmt“, habe ich gemeint, „aber es gibt auch andere Kindermenschen außer Lehrern und Erzieherinnen. Die Kinder gehen sonst auch nicht nur in die Schule oder in den Kindergarten. Die gehen zum Beispiel auch in die Kinderkulturwerkstatt. Was ist da eigentlich los?“

„Das ist eine gute Frage“, hat der Andreas gemeint. „Weißt du was? Wir machen das jetzt wie richtige Reporter. Wir fragen einfach mal nach.“

Das haben wir gemacht, liebe Kinder. Und tatsächlich haben wir gleich eine E-Mail mit zwei Bildern zurückbekommen. Der Andreas hat sich die Bilder angeschaut und gemeint: „Guck mal, Paula, da gibt es einen Kiosk!“

„Was? Kinderobst?“, habe ich geschnattert.

Der Andreas hat zur Decke geschaut und gemeint: „Obst für Kinder ist gut. Aber das ist ein Kiosk. K-i-o-s-k. Zugegeben, das ist ein komisches Wort. Ein Kiosk ist eigentlich ein kleiner Verkaufsstand. Das kommt aus der persischen Sprache. Da gab es zur Ritterzeit kleine Gebäude in Gärten. In der Gegend der heutigen Türkei wurde das übernommen. Und später haben das dann die Franzosen und auch die Deutschen übernommen.“

„Gut“, habe ich gemeint, „dann zeig’ mal den Kikuwe-Kiosk! Was gibt es da?“

Ich habe mir das Bild angeguckt. Das sah interessant aus. Also haben wir die Nachricht von den Kikuwe-Menschen gelesen.

Da stand: „Sonst sind die Räume der Kinder-Kultur-Werkstatt auf dem Areal der alten Seegrasspinnerei in Nürtingen gefüllt von euch Kindern. Im Holz- und Metallraum wird gebaut, gebohrt, gehobelt, geschraubt, geklebt, gesägt. Der Mal- und Tonbereich sowie der Spiegelsaal, der Bolzplatz und der Bach wird von euch belebt und bespielt. Jetzt sind die Räume nur gefüllt von den vielfältigen Materialien und Werkzeugen.“

„Das stelle ich mir echt seltsam vor. Da ist sonst immer richtiger Arbeitskrach. Und jetzt ist es leer und leise.“

„Klar“, hat der Andreas gemeint, aber guck’ mal, was die noch schreiben: ,Die Mitarbeiter von Kikuwe und Schülerhort haben sich überlegt, wie sie den Kindern ein Stück Kikuwe für zu Hause ermöglichen können.

Wir bieten den Kindern aus und um Nürtingen die Möglichkeit, sich in einem kleinen Kiosk vor der Kikuwe Boxen mit verschiedenen Materialien, dazugehörigem Werkzeug und einer Anleitung kostenlos abzuholen.

In den Kisten sind zum Beispiel Materialien für den Bau kleiner Fahrzeuge, Wolle inklusive Filznadeln, Förmchen oder einer Anleitung zum Tiere filzen, Ton zum Modellieren oder andere Materialien oder Bausätze zum Bauen, Experimentieren und Gestalten.“

„Das hört sich toll an“, habe ich gemeint, „da sollten die Kinder echt mal vorbeischauen.“ Eure Paula

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