Paulas Nachrichten

Paula findet das Rote Kreuz toll

21.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

diese Woche war ich in der Stadt unterwegs. Ich schaue immer mal gerne an unserem Stadtbüro hinter der Kreissparkasse vorbei. Da gibt es viele schöne Paula-Sachen für die Kinder. Und die Artikel hängen auch immer aus.

Als ich aber am Mittwoch ums Eck gekommen bin, da ist mir mein kleines Entenherz ganz tief in die Zeitungshose gerutscht. Da stand ein Rettungswagen vor der Türe! Er hatte zwar sein Warnsignal und sein Blaulicht nicht an, ich habe aber trotzdem Angst gehabt, dass etwas passiert ist.

Ich bin also runtergewatschelt und wollte schauen, was los ist. Als ich näher kam, hörte ich viele Kinderstimmen. Die haben sich ganz aufgeregt unterhalten. Also bin ich näher ran. Plötzlich hat mir jemand auf die Schulter geklopft. Ich habe einen richtigen Satz nach vorne gemacht und wäre fast abgehoben, so habe ich mich erschrocken. Ich habe hinter mich geschaut – und da stand der Andreas und hat gelacht.

„He, musst du mich so erschrecken? Da bleibt ja fast mein Herz stehen!“, habe ich geschimpft.

„Keine Angst, Paula, so schnell passiert das nicht. Und wenn’s dir wirklich nicht gut geht, können sich gleich die Rettungsassistenten hier um dich kümmern“, hat der Andreas mir geantwortet und auf den großen Rettungswagen gezeigt.

„Die sollen sich um mich kümmern?“, habe ich geschnattert. „Und was ist mit den ganzen Kindern?“

„Aber Paula“, hat mich der Andreas beruhigt, „die Kinder sind doch gar nicht krank oder verletzt. Die sind Gäste einer Kinder-Pressekonferenz, zu der ich sie eingeladen habe. Zwei Rettungsassistenten sind da, und die beantworten die Fragen der Kinder.“

„Ach so“, habe ich beruhigt durchgeschnauft. „Dann ist das ja in Ordnung.“

Ich habe eine Weile zugeschaut, was der eine der Rettungsassistenten den Kindern gezeigt hat. Das war sehr interessant. Ich habe gesehen, dass er so ein rotes Kreuz auf seinem Kittel hat.

Ich habe den Andreas gefragt: „Du, sag mal, haben die Rettungsassistenten was mit der Kirche zu tun? Die haben alle so ein rotes Kreuz auf der Jacke.“

„Das hat mit der Kirche nichts zu tun“, hat der Andreas gesagt. Und erklärte mir: „Vor 150 Jahren kam ein guter Mann an ein Schlachtfeld bei der italienischen Stadt Solferino. Dort lagen viele Verletzte herum. Und keiner kümmerte sich um die armen Menschen. Der Mann holte schnell liebe Frauen aus einer Nachbarstadt. Die halfen ihm, den verletzten Soldaten zu helfen. Egal, zu welcher Armee sie gehörten. Sie halfen allen, so gut sie konnten. Weil ihn die Bilder nach der Schlacht so traurig gemacht hatten, gründete der Mann einen Zusammenschluss von Menschen, die Verwundeten und Verletzten auf der ganzen Welt helfen wollten. Der Mann hieß Henry Dunant und er kam aus der Schweiz. Die Schweizer Flagge zeigt ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Ihm zu Ehren drehte man als Zeichen seiner neuen Organisation die Schweizer Flagge einfach um und nahm ein rotes Kreuz auf weißem Grund. Soldaten sollen in Kriegen zum Beispiel nicht auf Autos und Menschen mit dem roten Kreuz schießen, weil die nur allen Menschen helfen wollen. Die Organisation heißt heute noch Internationales Komitee vom Roten Kreuz. Aber mit der Kirche hast du nicht ganz Unrecht. Das Kreuz steht ja auch für die Liebe zu den anderen Menschen, die Jesus Christus gepredigt hat.“

„Das hört sich ja toll an“, habe ich gemeint. „Aber es gibt doch auch Länder, in denen es nicht so viele Christen gibt. Nehmen die auch das Rote Kreuz, um Menschen zu helfen?“

„Das ist eine gute Frage“, hat der Andreas gemeint. „In Ländern mit vielen Muslimen gibt es zum Beispiel den Roten Halbmond. Der Halbmond steht ja für den Islam.“

Ich habe mir gedacht, eigentlich ist es egal, ob einem das Rote Kreuz oder der Rote Halbmond hilft. Ich finde es einfach schön, dass es in allen Ländern Menschen gibt, die anderen helfen wollen. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula hat gar keine Räder

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche wollte ich zum Andreas in die Redaktion watscheln. Ich war fast da. Da hat es angefangen zu regnen. Normal macht mir Wasser nicht so viel aus. Ich bin ja eine Ente. Aber der Regen war richtig blöd kalt. Und es wehte ein ganz stürmischer Wind dazu.…

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