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Paula feiert keltischen Geburtstag

24.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

ist das ein toller Frühling! Bei dem Wetter habe ich immer richtig gute Laune. Ich watschele dann auch immer viel schneller. Und mein Entenköpfchen habe ich immer ganz weit oben. So bin ich in dieser Woche einmal zum Andreas gewatschelt. Ganz schnell. Am Spielplatz an der Ecke haben lustige Kinder gespielt. Ich habe sie mir genau angeschaut. Aber, ach, ich habe dabei überhaupt nicht auf den Weg geguckt. Ihr könnt euch sicher gut vorstellen, was dann passiert ist! Ich bin gestolpert und hingefallen. Ich habe mir zwar nicht wehgetan. Aber geärgert habe ich mich trotzdem. Ich habe mein weißes Zeitungsgefieder abgeputzt. Genau in diesem Moment kam der Andreas um die Ecke. Und der hat natürlich lachen müssen.

Er hat zu mir gesagt: „Na, Paula, suchst du die Kelten?“

Ich habe gar nichts verstanden. „Was? Ich soll die Kälte suchen? Ich spinne doch nicht! Jetzt ist es so schön warm! Und dann soll ich wieder die Kälte suchen?“, habe ich ihn angeschnattert.

Jetzt hat er noch mehr gelacht. „Aber Paula! Hast du denn heute noch nicht die Zeitung gelesen?“

Ich habe gleich weitergeschnattert und gebibbert: „Oh nein! Steht das in der Wettervorhersage? Wird das wieder richtig kalt?“

Aber der Andreas hat mich beruhigt. „Nein, nein, Paula! In der Zeitung stand nichts über die Kälte. Aber es stand was von den Kelten drin. Ich buchstabiere dir das noch einmal: K-e-l-t-e-n.“

Jetzt habe ich ihn noch komischer angeguckt. „Schön. K-e-l-t-e-n. Und was soll das sein?“, habe ich ihn gefragt.

„Tja, Paula, die Kelten sind ein uraltes Volk. Die haben vor über 2500 Jahren auch hier in unserer Gegend gelebt. Lange bevor Jesus geboren wurde“, hat er mir gesagt.

Ich habe ihn aber weiter krumm angeguckt und gemeint: „Vor über 2500 Jahren haben die gelebt? Und das bringt ihr erst in dieser Woche in der Zeitung? Ihr wollt doch immer Neuigkeiten in der Zeitung haben. Wie sagst du immer: ,Wir sind eine aktuelle Zeitung, Paula!‘ Aktuell heißt doch: Ihr bringt die Nachrichten so schnell wie möglich. Und nicht erst nach 2500 Jahren.“

Der Andreas hat dann nicht mehr so gelacht. Er hat eher die Augenbrauen ein bisschen hochgezogen. Er war vielleicht ein bisschen sauer.

Dann hat er aber gesagt: „Also gut, Paula, ich erkläre dir das: Die Geschichte über die Kelten ist topaktuell. Die haben zwar vor 2500 Jahren gelebt. Und sie haben auch keine großen Bauwerke hinterlassen. Aber manchmal finden die Menschen von ihnen noch Dinge in der Erde. Deshalb habe ich vorher auch den Witz gemacht: Du bist auf der Erde gelegen. Gerade so, als würdest du etwas Vergrabenes suchen. Vor Kurzem haben die Archäologen etwas ganz tolles Keltisches gefunden. Sie haben ein Grab von einer reichen und mächtigen Keltin gefunden. Das stand auch in unserer Zeitung in dieser Woche.“

„Ein Grab von einer reichen und mächtigen Keltin? Das haben die Archodingser gefunden? Fahren die mit einer Arche rum und finden dann so etwas? Und die Keltin war reich und mächtig? Woher wissen die denn das? Hatte die eine Zeitung im Grab mit einem Bericht über sich selbst?“

Der Andreas hat mich noch komischer angeguckt. „Jetzt wirst du aber komisch, Paula“, hat er gesagt. „Die Kelten hatten natürlich noch keine Zeitung. Aber die Keltin hatte wunderbare Dinge in ihrem Grab. Schmuck aus Gold zum Beispiel. Ohrringe und Spangen. Das hat man ihr ins Grab mitgegeben. Das konnte sich nicht jede Familie leisten. Das konnten nur die ganz reichen und mächtigen. Vielleicht war sie eine richtige Prinzessin. Tja, und die Ausgräber sind A-r-c-h-ä-o-l-o-g-e-n. Das ist ein griechisches Wort. ,Archaios‘ heißt ,alt‘, ,logos‘ heißt ,Lehre‘. Die Archäologie ist also die Wissenschaft von den alten Zeiten und den alten Dingen.“

„Das hört sich spannend an“, habe ich gemeint.

Der Andreas hat mich deshalb mit nach Hause zu sich genommen. Dort hat er mir die Zeitung gezeigt. Die hatten wirklich wunderschöne Sachen, die Kelten! Das Gold hat gestrahlt, als wäre es neu. Ich habe den Schmuck ganz verliebt angeschaut.

Der Andreas hat das gemerkt. Er hat mich ganz lieb in den Arm genommen und gemeint: „Liebe Paula, echten keltischen Schmuck kann ich dir leider nicht zu deinem Geburtstag schenken. Der gehört nämlich ins Museum. Dort können ihn dann alle Menschen anschauen. Aber ich kann dir eine Trinkschale schenken.“

Dann hat er eine wunderschöne silberne Schale geholt. Er hat ein leckeres Wasser eingeschenkt und gesagt: „Herzlichen Glückwunsch, Paula! Die Kinder von der Johannes-Wagner-Schule haben mich in dieser Woche an deinen Geburtstag erinnert. Ich schenke dir diesen Kelch. Das ist ein Kwäch. Schreiben tut man das Q-u-a-i-c-h. Daraus trinken in Schottland Freunde. Schottland liegt auf den Britischen Inseln. Und die haben noch viele Sachen von den Kelten. Und sie haben auch so eine ähnliche Sprache. Quaich ist das alte Wort für ,flache Schale‘.“

Ich habe mich riesig gefreut. Über die Schale und über meinen Geburtstag. Ich habe mir erst einmal einen großen Schluck Wasser aus meiner neuen Schale gegönnt. Das war ein richtig schönes Geburtstagsgeschenk! Eure Paul

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