Paulas Nachrichten

Paula besucht die Enten auf dem Dach

22.04.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich in die Redaktion gewatschelt. Da kam mir ein Kollege vom Andreas entgegen. Das ist der mit dem großen Fotoapparat. Er hat ganz lieb gelächelt wie immer und gemeint: „Hallo, Paula, komm einfach mit! Ich habe einen super Termin!“

Das hat sich sehr interessant angehört. Ich bin ja immer neugierig. Deshalb bin ich ihm einfach mal hinterhergewatschelt. Auf der Treppe ist uns der Andreas begegnet. Er hat mich auch begrüßt und gefragt: „He, Paula wo geht’s denn so schnell hin?“

„Äh, ich weiß gar nicht“, habe ich geschnattert. „Er sagt, er hat einen super Termin. Da soll ich einfach mal mitkommen!“

Der Andreas hat den Kopf geschüttelt und gemeint: „Ach, und dann machst du das einfach mal! Meinst du, da gibt es etwas zu essen?“

Auf die Idee war ich noch gar nicht gekommen. Ich habe geantwortet: „Da gibt es was zu essen? Ja, dann beeile ich mich wirklich!“

Der Andreas musste lachen. Da war mir klar: Er hat mich veräppelt. Und der Kollege meinte: „Zu essen gibt es wirklich nichts. Aber ganz süße Fotomotive. Wir müssen aber vorsichtig sein!“

Wir sind dann raus aus dem Haus und über den Parkplatz gelaufen. Dann sind wir in ein anderes Haus und eine Treppe hoch. Plötzlich waren wir oben auf dem Dach. Das war aber ganz flach. Es war ein richtiger Garten darauf zu finden.

„So ein Dachgarten gefällt mir richtig gut!“, habe ich geschnattert.

Aber der Kollege vom Andreas hat gemeint: „Psssst, Paula. Nicht so laut! Der Dachgarten gefällt nicht nur dir richtig gut. Der gefällt auch anderen Enten richtig gut! Schau mal! Aber vorsichtig!“

Dann hat er auf einen Blumentopf gezeigt. Da habe ich mich reingesetzt. Ich habe vorsichtig über den Rand geschaut.

Das war echt wunderschön! Da saß eine Enten-Mama mit ihren Küken! Und das waren so viele!

Ich habe eine Weile den kleinen Süßen beim Baden zugeschaut. Dann bin ich ganz vorsichtig wieder nach unten gewatschelt.

Der Andreas und sein Kollege sind auch runtergewatschelt, äh, -gegangen.

Ich habe gesagt: „So viele kleine Enten! Das sind doch nicht alle Geschwister. Das sind doch bestimmt auch Neffen und Nichten und Kumpels und so!“

Der Andreas hat gelacht und gesagt: „Nein, nein, Paula. So eine Ente fängt im März mit dem Eierlegen an. Jeden Tag legt sie eines. Aber das macht sie nur, wenn ihr Nest und die Eier in Sicherheit sind. Aber auf dem Dach waren die schon sicher. Das können dann bis zu 16 Eier werden!“

„Und dann pickt sie die Eier auf und lässt sie raus?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat wieder gelacht und gesagt: „He, Paula, kannst du dich nicht daran erinnern? Wie war das bei dir?“

Ich habe nur etwas herumgestottert: „Äh, na ja, nee, äh . . .“

„Klar“, hat der Andreas gemeint, „an seine eigene Geburt erinnert sich niemand. Bei den Enten ist das so: Die piepen schon im Ei los. Und dann haben sie extra einen spitzigen Zahn. Das ist der Eizahn. Mit dem picken sie ein Loch ins Ei. Dann machen sie den Rest des Eis mit ihren Beinchen kaputt. Das ist ganz schön anstrengend. Deshalb bleiben sie erst einmal liegen.“

„Ach, und dann kommt die Mama und trägt sie?“, wollte ich wissen.

„Nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Das muss die gar nicht. Nach einem halben Tag sind die Kleinen wieder fit. Die sind nämlich Nestflüchter.“

„Was?“, habe ich geschnattert, „Nestflüchter? Die hauen dann einfach ab?“

„Nein, nein“, hat der Andreas gemeint, „die hauen nicht ab. Nestflüchter bedeutet einfach: Sie sind schon sehr weit entwickelt. Die können gleich laufen und schwimmen. So können sie immer ihrer Mama hinterherrasen. Die machen ihr immer alles nach.“

„Ach, und dann fliegen die mit ihrer Mama gleich davon?“, wollte ich wissen.

„Das mit dem Fliegen dauert etwas länger“, hat der Andreas erklärt. „Das können die erst nach zwei Monaten.“

Ein paar Tage später habe ich die Enten dann an der Steinach gesehen. Liebe Menschen hatten sie nach unten gebracht. Damit sie nicht vom Dach fallen. Das fand ich schön. Eure Paula

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