Paulas Nachrichten

Paula bastelt sich ein Monster

22.06.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

                                                  Paulas Thema heute: Gibt es Krokodile in den Bürgerseen?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche gab es ja wieder einmal so richtiges Badewetter. Ich habe aber trotzdem zuerst noch beim Andreas in der Redaktion vorbeigeschaut.

Der saß an seinem Computer und hat ganz schön geschwitzt. Er hat ganz grätig gemeint: „Na, Paula, so wie du aussiehst gehst du bestimmt gleich baden. Du hast es halt gut!“

„Äh, ja“, habe ich gemeint, „aber so einfach ist das auch wieder nicht. Ich muss immer überlegen: Gehe ich in den Neckar und die Steinach zu meinen Entenkumpels oder ins Freibad?“

Der Andreas hat nur die Augenbrauen hochgezogen und gemeint: „Toll, solche Probleme hätte ich auch gerne.“

Aber dann hat er ganz spitzbübisch gegrinst und gemeint: „Wobei, Paula . . . eigentlich bin ich froh, dass ich hier sitzen darf und nicht baden gehen muss . . .“

„Was?“, habe ich gemeint, „wieso das denn? Magst du denn nicht baden?“

Er hat weiter ganz seltsam geguckt und gesagt: „Och, eigentlich schon. Aber nicht, wenn Krokodile unterwegs sind.“

Jetzt habe ich natürlich sofort ganz aufgeregt losgeschnattert: „Was? Krokodile? Und das sagst du mir so nebenher?“

„Na ja, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „liest du doch nicht immer unsere Zeitung? Da haben wir nämlich davon berichtet. Jemand will in den Bürgerseen in Kirchheim drei Krokodile gesehen haben . . .“

Ich habe weitergeschnattert: „Will? Ja, was denn jetzt? Hat er die jetzt wirklich gesehen oder nicht?“

„Äh“, hat der Andreas erklärt, „das weiß man nicht so genau. Es sollen aber nur kleinere Krokodile gewesen sein.“

„Was?“, habe ich geschnattert, „nur kleinere? Das soll mich wohl beruhigen, oder was? Die können kleine süße Zeitungsenten wie mich trotzdem richtig böse beißen. Und wenn sie doch nicht so klein sind, dann, dann, dann könnten die mich gleich ganz auf . . ., äh, das ist gefährlich! Und wenn die dann in so einem See sind. Dann können die im Neckar auch sein und . . .“

In diesem Moment ist eine Kollegin vom Andreas zu uns gekommen. Sie hat gelächelt und gemeint: „Keine Panik, Paula, das waren gar keine Krokodile. Das haben wir gerade gemeldet bekommen. Das waren nur Hechte. Das sind große Fische.“

„Was?“, habe ich gleich wieder losgeschnattert, „und die hat jemand mit Krokodilen verwechselt?“

Jetzt hat sich der Andreas wieder eingeschaltet: „Das glaube ich gleich, Paula. Die Hechte können auch ganz schön groß werden. Im Durchschnitt werden die einen Meter lang. Die haben oft auch einen grünen Rücken und eine lange Schnauze – wie ein Krokodil. Und dann schwimmen die oft ganz ruhig stehend knapp unter der Wasseroberfläche. Die lauern so anderen Fischen und kleineren Tieren auf. Also auch so Küken und so. Aber du wärst ihnen zu groß, keine Bange. So gefährlich wie Krokodile sind die aber lange nicht.“

„Ja gut“, habe ich gesagt, „aber wie sollten die Krokodile da auch reinkommen? Hier gibt es doch gar keine freien Krokodile, oder?“

„Nein“, hat der Andreas geantwortet, „aber blöde Menschen könnten die dort freilassen. Na ja, und in der Abenddämmerung kann man einen Hecht auch schon einmal für ein Krokodil halten. Deshalb durfte man da auch nicht baden. Das hätte ja schon sein können.“

Der Andreas hätte das mit den Krokodilen also auch geglaubt. Da habe ich mich an eine Geschichte von ihm erinnert. Er hatte mir mal erzählt: In einem See in Schottland wollten viele ein Monster gesehen haben. Das war nur ein Märchen. Aber viele haben es geglaubt. Deshalb bastele ich mir jetzt mein eigenes Seemonsterkrokodildings. Mit einem Bild vom Andreas aus Schottland und einem Bild von dem Hecht. Mal sehen, ob der Andreas darauf reinfällt. Eure Paula

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