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Palmen, ein Kreuz und ein leeres Grab

22.03.2021 05:30, Von Rebecca Krizak, dpa — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Warum feiern wir Ostern? Es steckt eine unvorstellbare Geschichte dahinter, die man nicht beweisen, aber glauben kann

Gott schickte seinen Sohn Jesus auf die Erde, um den Menschen zu zeigen, wie sie friedlich miteinander leben sollten. Für seine Taten wurde Jesus von den einen verehrt. Doch andere hassten ihn so sehr, dass sie Jesus töteten. Aber dann passierte ein Wunder!

Ministranten tragen Palmbuschen in den Händen. An Palmsonntag werden bei uns oft Weidenkätzchen oder Buchsbaum statt Palmenzweige in die Kirche gebracht.  Foto: Tobias Hase
Ministranten tragen Palmbuschen in den Händen. An Palmsonntag werden bei uns oft Weidenkätzchen oder Buchsbaum statt Palmenzweige in die Kirche gebracht. Foto: Tobias Hase

Ein Mann wird ermordet, und Gott schickt ihn zwei Tage später wieder zurück ins Leben. Diese Geschichte klingt unvorstellbar und beweisen kann man sie auch nicht. Dennoch glauben Millionen Christen auf der Welt daran. Doch was genau ist rund um Ostern passiert? Wir erklären es dir anhand einiger besonderer Tage.

Palmsonntag: Am letzten Sonntag vor Ostern feiern Christen diesen Tag. In der Kirche werden oft Buchsbaum-Zweige geweiht und zu Hause aufgehängt. Die Zweige erinnern an Palm-Zweige. Denn diese sollen die Menschen vor etwa 2000 Jahren auf den Straßen von Jerusalem ausgelegt haben. Sie taten das, um Jesus in der Stadt willkommen zu heißen. Dieser kam auf einem Esel geritten, um in Jerusalem ein Fest zu feiern. Die Menschen jubelten ihm zu!

Gründonnerstag: Doch nicht alle waren von Jesus begeistert. Manche hielten ihn für einen Hochstapler. Und die Machthaber fürchteten wohl auch, dass sie durch Jesus an Einfluss verlieren würden. Denn Jesus hatte viele Anhänger. Ein wichtiger Mann bot einem Freund von Jesus Geld. Dafür sollte dieser verraten, wo man Jesus finden konnte, um ihn zu töten. Jesus ahnte schon, was ihm passieren würde. Er erzählte seinen Freunden davon, auch der Verräter war dabei. An das letzte gemeinsame Essen der Freunde erinnert der Gründonnerstag. Bei diesem Abendmahl brach Jesus das Brot und verteilte Wein. Daran wird auch heute noch in Gottesdiensten erinnert.

Karfreitag: Tatsächlich wurde Jesus nach dem Verrat festgenommen und zum Tode verurteilt. Und das auf eine grausame Art. Er wurde an ein Kreuz genagelt und blieb so lange dort hängen, bis er starb. Zuvor musste er das Kreuz selbst durch die Stadt tragen. Karfreitag wird daran erinnert. Lustige Dinge wie Tanzen soll man an dem Tag lassen.

Ostersonntag und Ostermontag: Doch die grausame Geschichte hat ein Happy End. Ostersonntag wollen einige Frauen das Grab von Jesus besuchen. Doch der ist weg! Der Stein vor dem Grab wurde zur Seite gerollt. Jesus ist von den Toten auferstanden, das berichtet den Frauen wenig später ein Engel. Am Tag darauf treffen die Frauen Jesus. Erst jetzt glauben sie tatsächlich, dass das Wunder passiert ist. An diese Freude erinnern Christen heute noch beim Osterfest.

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