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Ostern in Gefahr? Der Feldhase ist bedroht

12.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

HAMBURG (dpa). In langen Sätzen sprintet der Feldhase über den Acker davon. Eigentlich haben ihn nur ein paar harmlose Spaziergänger in seiner Furche aufgeschreckt. Aber der Hase geht kein Risiko ein. Denn er hat viele Feinde und ist das Wegrennen gewöhnt. Dafür ist er mit seinen kräftigen Hinterbeinen bestens gerüstet. Hast du schon mal einen Feldhasen übers Feld flitzen sehen? Du kannst ihn an seinem graugelben bis braunen Fell und seinen langen Ohren erkennen, die man auch Löffel nennt. Sie sind länger als sein Kopf.

Hasen leben fast überall auf der Welt bei uns, in Amerika oder auch in Russland. Sie sind sogar eine eigene Familie unter den Säugetieren. Der bei uns wohl bekannteste Vertreter ist neben dem Feldhasen das Wildkaninchen.

Manche Menschen machen sich Sorgen um den Feldhasen. Er steht nämlich auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere. Denn leider leben in einigen Regionen Deutschlands weniger Feldhasen als früher. Warum, das untersucht ein Forscherteam vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Viele Gründe werden diskutiert, sagt Frank Göritz, der dort als Tierarzt arbeitet. Beim Rückgang der Hasenbevölkerung oder Hasenpopulation, wie Wissenschaftler sagen, kann die Veränderung des Klimas eine Rolle spielen. Es kann aber auch an der Landwirtschaft liegen, die den Langohren immer weniger Raum lässt. Feinde des Hasen wie Fuchs, Katzen und Habicht, aber auch Krankheiten kommen ebenfalls als Gründe infrage.

Für die Hasen-Forscher gibt es ein ganz praktisches Problem: Es ist schwierig, die Hasen zu finden sie verstecken sich in Feldfurchen und leben nicht wie Kaninchen im Bau, erzählt Göritz. Selbst im Winter baut sich der bis zu 70 Zentimeter große Hase keine Höhle. Er legt sich in eine flache Mulde auf dem Feld und lässt sich einschneien. Dann kann man ihn kaum erkennen. Der Feldhase kann sich aber nicht nur gut verbergen, er ist auch ein toller Läufer. Auf der Flucht kann er auf kurzen Strecken bis zu 80 Stundenkilometer schnell rennen. Das ist viel schneller, als ein Auto in der Stadt fahren darf. Außerdem kann Meister Lampe, wie er manchmal genannt wird, im Lauf seine Richtung wechseln und Haken schlagen.

Zwei Feldhasen sitzen wachsam auf einer Wiese Foto: Patrick Pleul

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