Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Oben rein und Tage später unten raus

09.11.2020 05:30, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der lange Weg der Nahrung durch den Körper

Im Bauch sitzt ein superlanger Schlauch: der Darm. Der ist extrem wichtig für unsere Verdauung. Es sind aber noch einige andere Organe am Weg beteiligt, den unser Essen nimmt: vom ersten Bissen, bis die Reste im Klo wieder ausgeschieden werden.

Hier siehst du bei einer Anatomiepuppe die inneren Organe. Der Darm im unteren Bauch ist gut zu erkennen: Er sieht aus wie ein gefalteter langer Schlauch.  Foto: Maria Berentzen/dpa
Hier siehst du bei einer Anatomiepuppe die inneren Organe. Der Darm im unteren Bauch ist gut zu erkennen: Er sieht aus wie ein gefalteter langer Schlauch. Foto: Maria Berentzen/dpa

Das Käsebrot sieht aber lecker aus. Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen! Das kennst du sicher: Du denkst an etwas Leckeres zu essen und spürst plötzlich mehr Speichel im Mund.

„Unsere Verdauung fängt schon an, wenn wir an Essen denken, es sehen oder riechen“, sagt der Arzt Thomas Frieling. Er ist Fachmann für die Verdauung: also den Weg, den das Essen nimmt, wie sich der Körper dabei wichtige Nährstoffe holt und Reste ausscheidet.

Mit der größeren Menge Spucke bereitet sich Körper darauf vor, dass es bald etwas zu essen gibt.

Die Verdauung fängt schon im Mund an

Der nächste Schritt passiert im Mund: Mit dem Kauen zerkleinerst du die Nahrung und vermischst sie mit deiner Spucke.

„Darin sind bestimmte Stoffe enthalten, die dem Körper helfen, die Nahrung zu verdauen“, sagt Thomas Frieling. Den Brei aus Brot und Spucke kannst du schlucken.

Durch die Speiseröhre geht es in den Magen

In der Speiseröhre ziehen sich beim Schlucken Muskeln zusammen, die den Brei in Richtung Magen schieben.

Ein spezieller Saft sorgt dort dafür, die Nahrung noch stärker zu zerlegen. Das dauert einige Stunden. Als nächstes wird der Brei zum Dünndarm transportiert.

Den kannst du dir wie einen sehr eng zusammengerollten Schlauch im Bauch vorstellen. Im Inneren ist der Dünndarm mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese hat Millionen Ausstülpungen, die ihn praktisch riesig machen: Würde man die Fläche des ganzen Darms ausbreiten, wäre er geschätzt ungefähr so groß wie ein bis zwei Tennisplätze!

Im Dünndarm werden viele Nährstoffe gelöst und ins Blut geleitet

Im Dünndarm wird die Nahrung noch weiter verkleinert. Sie wird auch mit noch mehr Flüssigkeiten vermengt. Die lösen wichtige Nährstoffe aus der Nahrung. Dabei helfen noch andere Organe im Bauchraum: die Leber, die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase. Sie sorgen etwa dafür, dass die Nahrung in einzelne Bestandteile aufgespalten wird. So kann der Körper zum Beispiel Fett und Eiweiß besser aufnehmen.

Der Dickdarm ist für schwer verdauliches zuständig

Hat der Dünndarm seine Arbeit beendet, schiebt er die Masse in den Dickdarm. Der hat die Aufgabe, schwer verdauliche Stoffe aus der Nahrung zu verarbeiten, zum Beispiel Teile von pflanzlicher Nahrung. Außerdem wohnen im Dickdarm eine Menge winziger Lebewesen wie Bakterien. Sie helfen dabei, aus dem Nahrungsbrei wichtige Stoffe zu verwerten, die der Körper benötigt. Während die Masse durch den Dickdarm wandert, entzieht der Körper ihr mit der Zeit Flüssigkeit.

Der Mastdarm sammelt die Reste, bis wir aufs Klo gehen

Am Ende der Verdauung scheiden wir auf der Toilette den Rest als Stuhl oder Kot aus. Denn damit kann der Körper nichts mehr anfangen. So ein Käsebrot ist also eine Menge Arbeit für den Körper. Es kann bis zu fünf Tage dauern, bis er es verarbeitet hat und die Reste wieder ausscheidet.

Paulas Nachrichten

Winzig kleine Tröpfchen in der Luft

Aerosole sind gerade überall ein Thema, weil sie Viren transportieren können

Aerosole kann man meist weder sehen noch spüren. Trotzdem sind wir ständig von ihnen umgeben. Bei der Übertragung von Viren spielen sie eine Rolle. Hier erfährst du mehr über…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten