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Nur mit einem Rucksack durch die Wüste Gobi

14.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist heiß, die Zunge klebt am Gaumen und der Durst ist unerträglich. Schnell zum Wasserhahn und trinken, trinken, trinken! Doch das geht nicht überall. In einer Sandwüste zum Beispiel ist Wasser ein ungeheuer kostbarer Schatz. Wer ihn nicht rechtzeitig findet, muss um sein Leben fürchten.

Der Abenteurer Bruno Baumann aus München war mal in so einer Lage. Fast wäre er gestorben. Mit letzter Kraft konnte er sich aber noch an eine Wasserstelle retten. „Wenn man in der Wüste steht, dann dreht man sich im Kreis und sieht in alle Richtungen so weit das Auge reicht nur Sand“, erinnert sich Baumann. Vor sieben Jahren durchquerte er nur mit einem Rucksack die Wüste Gobi. Die liegt in China und in der Mongolei. 500 Kilometer in zwei Wochen durch Sand, Sand, Sand. Und das ganz allein! Keine Kamele, die Wasserflaschen tragen konnten, keine Begleiter!

Die Tour musste der 55-Jährige deshalb gut planen. Mehrere Wasserstellen lagen auf seinem Weg – oft aber sehr weit voneinander entfernt. Bei einem ersten Versuch einige Jahre zuvor hätte der Abenteurer es fast nicht bis zur nächsten Station geschafft. „Nach fünf Tagen war ich am Ende und bin auf allen vieren kriechend mit letzter Mühe halb verdurstet zu einer Wasserstelle gekommen“, erzählt er. Aber wie findet man Wasser in der Wüste, wenn es mal eng wird? „Man geht in diesem Irrgarten aus Sandbergen im Zickzack, bis man irgendwann mal Zeichen findet“, erklärt Bruno Baumann. Tierspuren etwa, die in eine Richtung deuten. „Oder man sieht eine bestimmte Pflanze und weiß, die Pflanze lebt, also müssen ihre Wurzeln am Wasser sein.“ Dann kann man dort graben. So hat Bruno Baumann schon mal eine Quelle entdeckt. Eine ungewöhnliche Idee, so eine Wüstendurchquerung. Aber Bruno Baumann wollte etwas tun, was sonst keiner macht. „Wer freiwillig in die Wüste geht, den hält man ein bisschen für verrückt“, sagt er. Ihn hat die Wüste verzaubert. Am schönsten findet er die Stille. Keine Handys, keine Radios, keine Autos. „Man hört nichts mehr, nur noch sich selbst“, schwärmt er. „Das sind wir gar nicht mehr gewohnt.“

Das Foto zeigt den Wüstenabenteurer Bruno Baumann in der Wüste Gobi. Foto: privat

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