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Nur einen Schneemann hat er schon getroffen

22.06.2021 05:30, Von Ulrike John — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johannes Vetter will bei den Olympischen Spielen im Speerwerfen Gold gewinnen

Der deutsche Speerwerfer Johannes Vetter ist in seiner Sportart Nummer eins der Weltrangliste. Und auch bei den Olympischen Spielen will er ganz vorn dabei sein. Warum Johannes Vetter den Speer so weit werfen kann, erzählt er den dpa-Nachrichten für Kinder im Interview.

Johannes Vetter zählt zu den besten Speerwerfern der Welt.  Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Johannes Vetter zählt zu den besten Speerwerfern der Welt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

OFFENBURG. Er soll bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer eine Goldmedaille für Deutschland holen: Johannes „Jojo“ Vetter. Viele Sportfans hoffen auf eine tolle Leistung des Speerwerfers bei den Wettbewerben in Tokio im Land Japan. Im Interview hier spricht er über seine Sportart und seine Speerwurf-Anfänge.

Jojo, konntest du eigentlich schon immer gut werfen?

Ich hatte schon immer einen guten Armzug. Gerade in der Grundschule war ich auch immer ein begnadeter Schlagball-Werfer. Also, es kommt nicht von irgendwo her, ja.

Wie wirft man denn Gegenstände besonders weit?

Wie das geht, kann ich gar nicht so genau beschreiben. Ich glaube, die Übung macht’s. Wenn ihr irgendwo an einem See steht oder irgendwo im Wald, versucht einfach mal, einen Stein oder Stock zu werfen. Versucht vielleicht Ziele zu treffen, versucht Spaß daran zu haben. Bei mir waren es beim Wandern immer Tannenzapfen und so weiter. Aber passt immer auf, wo ihr hinwerft!

Kannst du mit links und rechts gleich gut werfen?

Natürlich nicht. Meine Arme sind links und rechts gleich groß ausgeprägt. Aber es sieht bei mir links doch schon sehr unkoordiniert aus. Wie weit ich mit links werfe, habe ich noch nie probiert. Das Speerwerfen ist eine technisch sehr anspruchsvolle Disziplin. Viele Kräfte wirken da zusammen. Daher ist mir die Verletzungsgefahr ein bisschen zu groß.

Wieso hast du dich für das Speerwerfen entschieden?

Das ist so ein Prozess, der ab einem gewissen Alter anfängt, meistens in der Pubertät. Da schaut man sich an, wo die Talente des Athleten oder der Athletin liegen. Bei mir lagen die Talente im Wurfbereich. Wir hatten damals keine Trainer, die Diskus, Hammer oder Kugel gelehrt haben. Es gab nur Speerwerfen. Da lag es auf der Hand, wohin ich gehe. Auch von meiner körperlichen Entwicklung her und meinen Eigenschaften im Wurf lag der Fokus dann auch nicht mehr im Sprint- oder Sprungbereich, sondern beim Speerwerfen.

Werfen kann ja auch gefährlich sein. Wie machst du es dann, dass du niemanden triffst?

Das beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Bei Wettkämpfen müssen die Kampfrichter natürlich auch aufpassen, wo der Jojo den Speer hinwirft. Und der Jojo versucht natürlich auch, den Speer in den vorgegebenen Bereich zu werfen. Gott sei Dank kommt es sehr selten zu Unfällen, da der Bereich schon sehr weitflächig ist und alle aufeinander achtgeben.

Das heißt, du hast noch nie jemanden mit deinem Speer getroffen?

Nein, bis auf einen Schneemann habe ich noch niemanden getroffen.

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