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Nix mit alten Weibern: Altweibersommer

24.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Sonne scheint, das Laub wird bunt und raschelt. Herrliche Herbsttage! Altweibersommer nennen viele dieses Wetter auch.

Aber mit alten Weibern hat das nichts zu tun. Sondern mit Spinnen, die in dieser Zeit lange Fäden weben. Der Begriff ist nämlich alt, und im alten Deutsch hieß weben „weiben“. Kleine Spinnen nutzen die Fäden zum Segeln: Sie lassen sich daran durch die Luft tragen. So kommen sie viel weiter, als wenn sie krabbeln müssten. Die Spinnfäden bleiben in vielen Bäumen oder Hecken hängen und schimmern im Sonnenlicht. Manche Leute sagen: Wenn einem Menschen ein Spinnfaden im Gesicht kleben bleibt, bringt es ihm Glück. Das Wort Altweibersommer hat vor einigen Jahren eine alte Frau übrigens auch falsch verstanden: Sie hörte es im Wetterbericht und fand es für alte Frauen beleidigend. Deswegen klagte die alte Dame gegen den Deutschen Wetterdienst. Doch das Gericht schmetterte das ab. Für alle Herbst-Fans gilt: Wer kann, sollte die schönen Tage noch nutzen. Denn danach soll es ungemütlicher werden. Das sagen Wetterfachleute voraus. Ab Freitagnachmittag kann es Regen und Gewitter geben. Damit geht es im Westen los, später zieht das schlechtere Wetter aber auch nach Osten. Am Wochenende soll es eher kühl und ungemütlich werden. Herbst eben.

Ein bunter Drachen, ein Kürbis, Kastanien, ein gelbes Birkenblatt – mit alten Weibern hat der Altweibersommer nichts zu tun. Foto: ZB/dpa

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