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Niedliche Wörter!

27.12.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BERLIN (dpa). „Wie schee!“ Wenn jemand das sagt, dann spricht er Schwäbisch. So wie Hunderttausende andere Menschen in Deutschland. Und er meint damit: Wie schön!

Die meisten Leute, die Schwäbisch sprechen, leben hier im Bundesland Baden-Württemberg. Auch die Landes-Hauptstadt Stuttgart liegt in dem Gebiet, in dem man Schwäbisch spricht.

Dass es schee statt schön heißt, liegt an einer allgemeinen Besonderheit: Statt Umlauten – also Ä, Ö und Ü – benutzt man doppelte Vokale. Damit sind die Buchstaben A, E, I, O und U gemeint.

Außerdem mögen viele Schwaben keine hart gesprochenen Mitlaute, wie etwa das doppelte T in Mutter. Sie sprechen das Wort deshalb eher Muader aus.

Noch etwas speziell Schwäbisches: die Verniedlichungen. An manche Wörter wird „le“ gehängt. Schon klingt es nach etwas Kleinem, Niedlichem. Spätzle ist auch so ein Wort: Das ist die Verkleinerungs-Form von Spatz. Spätzle sind typisch schwäbische Nudeln.

In einem bekannten Sprichwort kommt ebenfalls eine solche Form vor: „Schaffe, schaffe, Häusle baue!“ Das heißt „Arbeiten, arbeiten, Haus bauen!“ Gemeint ist damit, dass man fleißig ist und sich so vielleicht später ein eigenes Haus leisten kann.

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