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Neuer Impfstoff, mehr Möglichkeiten

15.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Stoffen?

Vier Impfstoffe können ab jetzt in Europa gegen das Coronavirus gespritzt werden. Schneller gehen soll es auch mit der Verteilung. Das sind einige der Neuigkeiten im Kampf gegen das Virus.

Drei verschiedene Impfstoffe gegen das Coronavirus wurden in Europa bisher genutzt. Jetzt kommt noch einer hinzu.  Foto: David Zalubowski/AP/dpa
Drei verschiedene Impfstoffe gegen das Coronavirus wurden in Europa bisher genutzt. Jetzt kommt noch einer hinzu. Foto: David Zalubowski/AP/dpa

BERLIN/AMSTERDAM (dpa). Erst war es nur einer, jetzt sind es schon vier! Denn am Donnerstagabend wurde ein vierter Impfstoff gegen das Coronavirus in Europa zugelassen. Das bedeutet, auch er darf verteilt werden und soll die Menschen dann davor schützen, krank zu werden.

Der neue Impfstoff kommt von der Firma Johnson & Johnson. Im Unterschied zu den anderen Mitteln ist er einfacher zu nutzen. Zum Beispiel muss er nicht superkalt gelagert werden. Für die anderen Impfstoffe braucht man etwa spezielle Kühlschränke.

Außerdem reicht eine Spritze davon, damit der Körper geschützt ist. Bei den anderen Impfstoffen sind zwei nötig. Sie werden im Abstand von einigen Wochen gegeben. Das macht mehr Arbeit und kostet Zeit. Fachleute sind nicht nur deshalb froh über Impfstoff Nummer vier. Es bedeutet auch: Nun können mehr Mittel zum Impfen hergestellt werden. Denn das ist gerade eines der großen Probleme in der Corona-Krise: Es fehlt genügend Impfstoff für den Schutz für möglichst viele Menschen. Tatsächlich klappt es mit den Impfungen in manchen Ländern in Europa besser als bei uns. Deshalb haben zuletzt auch eine Menge Leute etwa über die deutsche Regierung geschimpft.

Richtig schnell besser wird es allerdings auch jetzt nicht sofort. „Wir wissen noch nicht abschließend alle Lieferdaten für den nächsten Monat von allen Herstellern“, sagte ein Minister am Freitag. Das bedeutet, welche Mengen von welchem Impfstoff ankommen, ist noch nicht klar. „Die Lage bleibt angespannt“, meinte der Minister. Hinzu kommt: Es stecken sich wieder mehr Menschen an. Ein Fachmann sagte, darunter seien auch viele Kinder und Jugendliche.

In der kommenden Woche trifft sich die Regierung mit den Chefs der Bundesländer. Sie beraten dann, wie es mit den Impfungen weitergeht. Denn wenn ab April auch Hausärzte mitmachen, dann könnte es mit dem Impfen endlich schneller gehen als bisher.

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