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Nach der Schule auf die Weide: Leon züchtet Schafe

20.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit 13 Jahren spielen viele Jungs in ihrer Freizeit Fußball oder treffen sich mit Freunden. Nicht so Leon. Er hat ein ungewöhnliches Hobby: Er züchtet Schafe. 50 Tiere hat er schon und seine Herde soll noch größer werden.

Leon streift über die Wiese. Es riecht nach Stroh und saftigem Gras, die Schafe blöken. In der rechten Hand hält er einen Korb mit trockenen Brötchen. „Die schmecken den Schafen genauso gut wie uns ein Bonbon“, sagt Leon lachend und fährt mit der linken Hand durch das wollige, weiße Fell eines seiner Tiere.

Leon ist ein sehr junger Schafzüchter. Er ist 13 Jahre alt, hat wache blaue Augen und kurze braune Haare. Alles begann im Alter von sieben Jahren. Da bekam er sein erstes Schaf: Rosi. Heute hütet Leon eine Herde von 50 Tieren.

Täglich sieht Leon nach dem Rechten. Das macht er am Nachmittag nach der Schule. Dann schaut er, ob alle Schafe gesund und munter sind, sorgt für Wasser und neues Futter. Manchmal stutzt er die Klauen der Tiere. „Das ist wie Fingernägel schneiden. Die dürfen bei Menschen auch nicht zu lang werden, sonst kann es schnell wehtun“, erklärt Leon. An den Wochenenden und in den Ferien kann sich Leon mehr Zeit für sein Hobby nehmen. Dann treibt er die wolligen Vierbeiner von einer Weide auf die nächste. Schafe sind nützlich: „Sie fressen die Wiese ab und trampeln die Erde fest. Das macht die Deiche stabil“, erklärt Leon. Deiche gegen Hochwasser sind wichtig im Alten Land bei Hamburg an der Elbe. Dort arbeitet Leons Vater in seiner Freizeit als Landwirt.

Das Frühjahr ist für Leon eine besondere Zeit. Dann kommt der Nachwuchs. Leon hilft bei der Geburt der Lämmer. „Manchmal muss man kräftig mit anpacken, bis das Neugeborene da ist“, erzählt er.

Wenn die Lämmer ein halbes Jahr alt sind, werden viele von ihnen an den Schlachter gegeben. Ist Leon dann traurig? „Nein“, sagt er, „die hatten doch ein tolles Leben. Den ganzen Tag über konnten sie auf den Weiden toben und mussten nicht dicht gedrängt im Stall stehen.“ Aber ganz so cool ist Leon dann doch nicht: „Na ja, ich gebe meinen Schafen deshalb auch keine Namen mehr, denn dann wäre das ja wirklich traurig.“

Leon hat seine Schafe gern und umsorgt sie liebevoll. Aber er sieht sie auch als Nutztiere. Schafwolle lässt sich weiterverarbeiten. Und gutes Lammfleisch ist für viele ein echter Leckerbissen. Schafe aufziehen und zur richtigen Zeit verkaufen: Das will Leon lernen. Später möchte er sein Geld damit verdienen. So wie sein Onkel. Der ist von Beruf Schäfer.

Leon hat eine Herde von 50 Schafen. Foto: Michaela Freund-Widder

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