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Nach dem Urlaub sind Fische oft scheu

07.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn dein Hund mit dem Schwanz wedelt und auf dich zugesprungen kommt, ist klar: Er hat dich erkannt und freut sich, dich zu sehen. Aber wie ist das bei Fischen?

Das weiß Marco Hasselmann. Er ist ein Fachmann für Aquarien und Fische und arbeitet im Zoo-Aquarium Berlin. Dort kümmert er sich um die Süßwasserfische. dpa-Nachrichten für Kinder hat er erzählt, ob seine Fische ihn erkennen.

Bekommen die Fische mit, was außerhalb ihres Aquariums passiert?

Auf jeden Fall. Aber die Fische gewöhnen sich daran, dass da draußen Menschen lang laufen. Und sie erkennen auch Personen. Wenn die mich am Morgen sehen, dann wissen die, dass sie gleich etwas zu essen bekommen. Manchmal gucken die Fische am Morgen richtig raus und schauen, wer da alles so kommt. Es kann aber auch passieren, dass die Fische scheu werden. Wenn man lange weg war, kann es passieren, dass sich die Fische verstecken. Dann muss man sich vor das Aquarium setzen, bis sich die Fische wieder an einen gewöhnt haben.

Woran erkennt man, dass es den Fischen gut geht?

Ganz einfach gesagt: Daran, dass sie nicht krank sind. Wenn sie sich ihrer Art entsprechend verhalten und keine untypischen Macken aufweisen, dann sind sie gesund. Ein sehr gutes Zeichen ist es auch, wenn die Fische sich vermehren, denn das machen sie in der Regel nur, wenn sie sich wohlfühlen.

Funktioniert ein Aquarium wie ein See?

Nein. Der See ist ein in sich geschlossenes System. Da gibt es im Schlamm viele Bakterien. Der See kann sich von alleine säubern. Das Aquarium kann das nicht. Da müssen wir mit Filtern arbeiten.

Was sind die größten Süßwasserfische, die es gibt?

Bei uns im Zoo sind das die Arapaimas, die werden so eineinhalb Meter lang. Es soll Welse geben, die mehr als drei Meter lang werden. Die Arapaimas sind übrigens ganz alte Fische. Das sind Lungenfische, die müssen alle paar Minuten an die Oberfläche kommen, um zu atmen.

Es hat nur den Anschein, als würde der südamerikanische Arapaima dieser Besucherin an der Schulter knabbern – Mensch und Tier sind natürlich durch eine Scheibe getrennt. Foto: Jochen Eckel

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