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Muscheln auf der Wanderschaft

04.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRNBERG. Muscheln führen ein besonderes Leben. Die meisten von ihnen haben sich an einer bestimmten Stelle festgesetzt und bewegen sich von dort nicht mehr weg. Das geht auch deshalb, weil sie sich ihre Nahrung nicht suchen müssen. Die Nahrung kommt zu ihnen. Muscheln filtern das Wasser und leben von den Nährstoffen, die sie dabei gewinnen. Obwohl Muscheln meist an einem Ort sitzen, können sie oft wandern. Und zwar wenn sie noch ganz jung sind: als Larven. Die Larven von Dreikantmuscheln zum Beispiel können frei schwimmen und sich auch an Schiffe oder Sportboote anheften. So gelangen sie problemlos von einem Gewässer zum nächsten.

Eine kleine Dreikantmuschel haftet an einer großen Teichmuschel. Foto: Daniel Karmann
Eine kleine Dreikantmuschel haftet an einer großen Teichmuschel. Foto: Daniel Karmann

Dreikantmuscheln kommen ursprünglich nicht in Deutschland vor. Doch seit einigen Jahren sind sie in vielen Flüssen, Kanälen und Seen zu finden. Dorthin wurden sie eingeschleppt. Nun verdrängen sie oft heimische Arten. Auch im Rothsee im Bundesland Bayern finden sich viele Dreikantmuscheln. Deswegen wird dort im Winter nun einiges an Wasser abgelassen. Helferinnen und Helfer bringen heimische Muscheln in tieferes Wasser. Die eingeschleppten Muscheln bleiben in der kalten Luft und sterben. So haben die heimischen Muscheln mehr Chancen. dpa

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