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Moritz hebt ab

09.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Strahlend blauer Himmel, ein leichtes Lüftchen und hin und wieder eine Wolke. So ein Tag ist für Moritz perfekt. Der 14-Jährige ist Segelflieger. Und die brauchen gutes Wetter, sonst wird das nichts mit dem Abheben. Segelflugzeuge haben normalerweise keinen Motor, sie segeln genauso wie große Raubvögel. Sie sind darauf angewiesen, dass warme Luft sie trägt. Die gibt ihnen Auftrieb und lässt sie so majestätisch gleiten. „Das macht eine gute Thermik“, sagt Moritz dazu. „Wenn ich Wolken sehe, flieg ich dahin. Die geben mir Auftrieb. Oder ich suche mir Häuser oder ein Industriegebiet.“ Denn Häuser strahlen Wärme ab, und die lässt die leichten Flugzeuge prima aufsteigen.

Und wenn mal kein warmer Wind mehr weht? Moritz zuckt mit den Schultern und grinst: „Ein ziemlich weites Stück kann man noch gleiten, aber dann muss ich mir ein Feld suchen und da laden.“ Aber das ist dem 14-Jährigen zum Glück noch nie passiert.

Bis vor kurzem durfte Moritz immer nur mitfliegen und noch nicht selbst an den Steuerknüppel. Denn erst mit 16 Jahren darf man den Segelflugschein machen. Flugunterricht nimmt er aber jetzt schon. Im Winter paukt er Theorie: Flugrecht, Technik, Meteorologie – also Wetterkunde. Im Sommer hebt er dann ab. Und dieses Jahr entschied sein Fluglehrer: Moritz hat’s drauf! Er durfte seinen ersten Alleinflug machen.

Als Moritz dann wirklich als Chef im Schulflugzeug ASK 13 saß, war ihm doch ein bisschen mulmig: „Normalerweise sitze ich ja hinten und mach eigentlich nix. Wenn ich alleine flieg, sitze ich vorne. Ich starte selber und fliege selber.“ Beim Allein-Segeln muss er alle technischen Geräte im Blick haben – und davon gibt’s im Flugzeug jede Menge. Und steuern muss Moritz den Flieger ja auch noch: Mit dem Steuerknüppel lenkt er nach oben und unten, mit zwei Fuß-Pedalen bewegt er die Maschine nach rechts und links. „Oben in der Luft hab ich einfach ein super Gefühl“, schwärmt Moritz. „Ich hab Zeit für mich, man sieht alles von oben, es ist so ruhig. Das ist wunderschön!“ Was ihm am Segelfliegen allerdings nicht so gefällt, ist das Putzen des Fliegers. „Das muss aber sein!“, sieht er ein und sucht das Putzzeug.

Moritz Klimt ist mit 14 Jahren einer der jüngsten Segelflieger Foto: Claudia Biermann

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