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Mitten drin im Film – Wie funktioniert 3-D-Kino?

18.09.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

writing an admission essay Application Essay Writing Xat Mistakes essay on compulsory military service should i do my homework now or later Plötzlich lachen und kreischen alle im Kino. Und das nicht, weil ein toller Witz gemacht wurde. Sondern weil die Leute dachten, sie würden mit Wasser vollgespritzt. Ihr Gehirn glaubte, das Wasser spritze aus der Leinwand raus auf sie zu.

In Kinos mit einer Spezial-Technik passiert so etwas: in 3-D-Kinos. Wenn dort ein 3-D- Film läuft, dann sieht man den Film so, als wäre er nicht auf der flachen Leinwand. Sondern räumlich: Der Film scheint nicht nur so hoch und breit wie die Leinwand zu sein, sondern das Geschehen passiert auch hinten und vorne.

Das nennt man die dritte Dimension. Kurz heißt das 3-D.

Wer sich unter räumlichem Sehen oder 3-D nichts vorstellen kann, sollte mal einen Stift nicht zu nahe vor sein Gesicht halten. Und dann abwechselnd ein Auge schließen. Man kann dann bemerken, dass der Stift mal mehr links zu sehen ist – und mal mehr rechts. Ob er aber vor oder hinter einem anderen Gegenstand ist, der seitlich daneben ist, kann man mit nur einem Auge nicht sehen. Das nennt man 2-dimensionales Sehen.

Dass ihr 3-dimensional sehen könnt, hat mit den Augen und dem Gehirn zu tun. Es kommt daher, dass über jedes eurer Augen ein eigenes Bild ins Gehirn übertragen wird. Das Gehirn legt diese beiden leicht unterschiedlichen Bilder wieder übereinander. Und es macht daraus ein neues Bild. Ihr seht dann nicht nur den Stift, sondern könnt auch sagen, ob er weiter vorne als die andere Sache ist oder weiter hinten.

Beim 3-D-Kino tricksen die Film-Leute die Augen der Zuschauer ein wenig aus. Sie erzeugen nämlich zwei verschiedene Bilder für jede Film-Szene.

Dann spielen sie den Kinofilm für jedes Auge einzeln ab – und zwar durch unterschiedliche Filter. Früher machte man das oft mit Hilfe von Farben. Man nahm einen roten und einen grünen Filter.

Die zwei Filme wurden dann nicht ganz genau passend auf der Leinwand gezeigt, sondern ein kleines bisschen versetzt. Und wer bei so einer Vorführung eine Spezial-Brille aufhat, sieht für jedes Auge ein eigenes Bild.

Die Brille besitzt nämlich auf der einen Seite ein rotes und auf der anderen Seite ein grünes Glas.

Heute gibt es noch andere Techniken. Zum Beispiel mit Filtern, die nicht nach Farben sortieren, sondern Wellen rausfiltern, die in unterschiedliche Richtungen schwingen.

Auch dort heißt es aber in der Regel: Unser Gehirn soll aus den zwei Bildern wieder eines machen. Und zwar wie bei dem Test mit dem Stift ein 3-D-Bild.

Und dann denkt das Gehirn in einem 3-D-Film plötzlich, dass das Wasser aus der Leinwand herausspritzt.

Szenenfoto aus „Ice Age 3“. Die Helden im Film „Ice Age 3“ kommen in manchen Kinos rüber wie im echten Leben. Manche Trickfilme gibt’s nämlich mit 3-D-Effekten. Das bedeutet, dass zum Beispiel Dinge von der Leinwand in den Raum zu schweben scheinen. Foto: 20th Century Fox

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