Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Mitreden, wenn’s um die Schule geht

23.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es gibt Schülerinnen und Schüler, die auch mitreden wollen

Soll es in der Schule neue Regeln geben, entscheiden oft Lehrer, Eltern oder Politiker. Dabei könnten auch Kinder und Jugendliche mitbestimmen. Auch darum geht es bei einem Treffen von Schülervertretern aus dem ganzen Land.

SAARBRÜCKEN (dpa). Wer zur Schule geht, darf meist erst mal wenig mitbestimmen. Im Klassenraum gelten die Regeln der Schule. Den Unterricht machen die Lehrer. Von Politikerinnen und Politikern kommen Beschlüsse wie die Maskenpflicht. Allerdings gibt es auch Schülerinnen und Schüler, die selbst mitreden wollen. Einige von ihnen treffen sich jetzt vier Tage lang in der Stadt Saarbrücken.

Dazu gehört auch Torben Krauß (kleines Foto: Gollnow). Er ist 18 Jahre alt und sagt: „Es macht unglaublich viel Spaß, mit anderen jungen Leuten aus ganz Deutschland zusammenzuarbeiten. Man erhält super viele spannende und interessante Einblicke.“Organisiert wird das Treffen von der Bundesschülerkonferenz. Dort engagiert sich auch Torben Krauß.

Man könnte sagen: Die Leute bei der Bundesschülerkonferenz sind die Klassensprecherinnen und Klassensprecher für ganz Deutschland. Jeder darf mitmachen. Normalerweise seien die Mitglieder aber zwischen 14 und 22 Jahre alt, sagt Torben Krauß. Fast alle Bundesländer haben eine eigene Schülervertretung. Diese Gruppen schicken jedes Jahr Mitglieder zum Treffen der Bundesschülerkonferenz. In diesem Jahr werden weniger Leute vor Ort sein als normal. Dafür werden einige über Videokonferenzen zugeschaltet. So wollen die Schüler gemeinsam über wichtige Themen diskutieren. Dieses Jahr geht es etwa um Schulalltag und Abschlussprüfungen während der Corona-Krise. Thema ist aber auch, ob die Schulen gut mit Bussen und Bahnen zu erreichen sind.

Torben Krauß erklärt, wie bei der Versammlung gearbeitet wird: Erst mal bekommen die Teilnehmer Infos zu den Themen. „Dann ist es so, dass wir meistens in kleineren Gruppen zusammenkommen.“ Was dort besprochen wird, wird dann noch einmal in größerer Runde diskutiert. Zum Schluss müssen sich die Teilnehmer auf eine schriftliche Erklärung einigen. Diese wird an die Politik und die Medien weitergegeben. So sollen möglichst viele von den Vorschlägen der Schüler erfahren und deren Meinung bei Entscheidungen beherzigen.

Paulas Nachrichten

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten