Paulas Nachrichten

Mit vollem Tempo durch den Dreck

18.05.2019 00:00, Von Helen Ahmad — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Für den Motocross-Sport trainiert Larissa fast jeden Tag ihre Kraft und Ausdauer

Mit fünf Jahren saß sie schon auf einem kleinen Motorrad. Später landete Larissa Papenmeier bei der Weltmeisterschaft im Motocross auf Platz zwei. Für ihren Sport muss sie viel trainieren und reisen.

Bei Motocross brausen die Fahrer über unebene Strecken und Springen über Hügel.  Foto: Olivier Hoslet/EPA/dpa
Bei Motocross brausen die Fahrer über unebene Strecken und Springen über Hügel. Foto: Olivier Hoslet/EPA/dpa

GREVEN (dpa). Mit knatterndem Motor jagt Larissa Papenmeier auf ihrem Motorrad über die hügelige Piste. Staub wirbelt auf und Dreck fliegt durch die Gegend. Geschickt zieht sie an mehreren Fahrern vorbei und springt über einen Hügel – mehrere Meter hoch. Für einen Moment scheint das mehr als hundert Kilo schwere Motorrad in der Luft zu stehen. Dann landet Larissa sicher auf dem Boden und fährt weiter.

Die Motocross-Fahrerin Larissa Papenmeier am Rande der Trainingsstrecke. Foto: Helen Ahmad
Die Motocross-Fahrerin Larissa Papenmeier am Rande der Trainingsstrecke. Foto: Helen Ahmad

Larissa Papenmeier ist 29 Jahre alt und eine erfolgreiche Motocross-Fahrerin. Sie wurde sogar schon mal Zweite bei der Weltmeisterschaft. Was so leicht aussieht, erfordert aber sehr viel Kraft. Fast jeden Tag trainiert Larissa Papenmeier Kraft und Ausdauer. Nur so kann sie die schwere Maschine auf dem unebenen Untergrund halten.

Mit fünf Jahren das erste Motorrad

Schon als Kind fand sie Motorräder toll, erinnert sich Larissa Papenmeier. Mit drei Jahren sah sie eine Motocross-Maschine für Kinder in einem Schaufenster. Sie wollte sie unbedingt haben, aber ihre Mutter war dagegen. Larissa ließ nicht locker – und bekam tatsächlich ihre erste Maschine geschenkt. „Als ich fünf war, habe ich das Motorrad beim Versteckspielen im Garten gefunden“, erinnert sie sich. Larissa Papenmeier strahlt noch immer, wenn sie von dem Moment erzählt. Seitdem trainiert sie regelmäßig, fährt Rennen und wird von ihren Eltern dabei unterstützt.

Um zu den Meisterschaften zu kommen, ist Larissa Papenmeier viel unterwegs. Indonesien, Thailand, Italien, Portugal – die Rennen finden überall auf der Welt statt. Immer dabei ist ihr Team. „Mein Freund, mein Mechaniker und seine Frau fahren mit und unterstützen mich“, erzählt sie. Dafür opfern die vier ihre Freizeit und den gesamten Urlaub.

Auch zum Training fährt Larissa Papenmeier manchmal weit: „Wenn die Strecken hier zu nass sind, fahren wir auch mal nach Italien oder Spanien. Gerade für wichtige Wettkämpfe wie eine Weltmeisterschaft will ich ja gut vorbereitet sein.“

Larissa Papenmeier steigt nur gut geschützt aufs Motorrad. Schließlich stürzt man immer wieder mal. Die 29-Jährige hat sich sogar schon Knochen gebrochen. Besonders gefährlich findet sie den Sport aber nicht. „Im Straßenverkehr oder beim Skifahren kann man sich genauso verletzten“, sagt sie.

Larissa Papenmeier liebt die Herausforderungen beim Motocross. „Von Mal zu Mal wird man besser“, erzählt sie. Aber es geht bei dem Sport auch um Gemeinschaft. „Auf der Strecke sind wir Konkurrenten, aber neben der Strecke sind wir eine große Familie“, erzählt die Rennfahrerin. „Jeder hilft hier jedem.“

Paulas Nachrichten

Seen fast so groß wie ein Meer

Der größte Süßwassersee der Welt

Wasser, Strand, Dünen, Wind und hohe Wellen. Klingt nach einem Meer? Ist es aber nicht. Wer das Wasser der Großen Seen in Nordamerika in den Mund bekommt, schmeckt: Es ist Süßwasser!

MUNISING. Wasser, nichts als…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten