Paulas Nachrichten

Mit Strahlen in den Körper blicken

09.06.2018, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Röntgen gibt es seit 1895 und ist durch Zufall entdeckt worden

Mit Röntgenstrahlen kann man den Körper durchleuchten. Das tut nicht weh und geht schnell. Da- bei entstehen Bilder von Knochen oder Zähnen. So sehen Ärzte zum Beispiel, ob etwas gebrochen ist.

Füge die Knochen zusammen. Grafik: S. Stein

Autsch! Es kann ziemlich wehtun, wenn man mit dem Fahrrad stürzt oder einem ein dickes Buch auf die Zehen fällt. Oft entsteht dann ein blauer Fleck, der von allein wieder verschwindet. Der Körper heilt sich selbst.

Aber wenn es heftig wehtut und der Schmerz nicht aufhört, könnte ein Knochen verletzt sein. Um herauszufinden, was los ist, geht man zum Arzt oder einer Ärztin. Hat sie den Verdacht, dass etwas gebrochen ist, wird sie in den Körper blicken wollen.

Für diese Untersuchung gibt es Experten. Man nennt sie Radiologen. Einer dieser Fachärzte ist Joachim Böttcher. Radiologen nutzen für ihre Untersuchung spezielle Strahlen: die Röntgenstrahlen. „Damit können wir den Körper durchleuchten“, sagt Joachim Böttcher.

Röntgenstrahlen kann man nicht sehen

Die Röntgenstrahlen kann man nicht sehen und nicht spüren, aber sie durchdringen den Körper. Auf ihrem Weg schwächen sich die Strahlen ab. Wie stark, hängt davon ab, wie dicht das Gewebe ist, auf das sie treffen. So kann man ein Röntgenbild herstellen. Darauf ist dann zum Beispiel ein Knochen hell zu sehen.

Bei der Untersuchung ist der Körperteil nackt, der geröntgt wird. Außerdem bekommt man eine schwere Bleischürze umgehängt, die die anderen Teile des Körpers vor den Strahlen schützt. „Wir röntgen nur die Körperteile, die wir auch beurteilen wollen“, sagt der Experte.

„Das Röntgen selbst geht sehr schnell und man spürt es gar nicht“, erklärt Joachim Böttcher. Wichtig ist, dass man bei der Untersuchung sehr still liegt oder steht. Nur so kann ein gutes Bild entstehen, auf dem ein Arzt Knochen oder etwa auch Zähne erkennen kann.

Hat jemand zum Beispiel Schmerzen im großen Zeh, wird das Röntgengerät so eingestellt, dass nur der Zeh dargestellt wird. Das Bein oder andere Körperteile sind auf dem Bild dann nicht zu sehen.

Das ist wichtig, weil die Strahlung nicht ganz ungefährlich ist. Denn sie enthält sehr viel Energie. Wird jemand dieser Energie häufig oder sehr stark ausgesetzt, kann das dem Körper auch schaden. „Wir stellen die Strahlungsmenge deshalb immer so niedrig wie möglich ein“, sagt Joachim Böttcher.

Für Kinder gibt es sogar einen speziellen Röntgenpass. In dem werden alle Untersuchungen eingetragen. Damit soll sichergestellt werden, dass niemand zu häufig den Strahlen ausgesetzt wird.

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