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Mit Spickzettel beim Fußball-Länderspiel

22.05.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vorher, in der Pause und nach einem Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Dann sieht man die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein im Fernsehen. Wenn das Spiel im ZDF übertragen wird.

Die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und der frühere Torwartprofi Oliver Kahn Foto: Tobias Hase
Die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und der frühere Torwartprofi Oliver Kahn Foto: Tobias Hase

Die 46-Jährige spricht dann zum Beispiel mit dem Experten Oliver Kahn über den Gegner. Oliver Kahn war früher Torwart beim FC Bayern München. Oder sie fragt Bundestrainer Joachim Löw über Tore und ausgelassene Chancen aus. Wie ihre Arbeit bei einem Länderspiel aussieht, erzählte Katrin Müller-Hohenstein dpa-Nachrichten für Kinder.

Mit Ihnen arbeiten mehrere Leute zusammen. Wie bleiben Sie mit denen in Kontakt, wenn Sie auf Sendung sind?

Ich habe einen Knopf im Ohr und kann über mein Mikrofon die anderen erreichen. Das Problem ist: Die können mich natürlich auch erreichen. Es kommt vor, dass ich fünf Stimmen gleichzeitig im Ohr habe, die alle durcheinanderplärren. Und ich gleichzeitig mit Oliver Kahn spreche. Die große Kunst ist es dann, dass man nicht erschrickt oder es sich nicht anmerken lässt, wenn man gerade im Bild zu sehen ist. Das muss man aushalten.

Was kommen da zum Beispiel für Ansagen?

Ich bekomme viel Organisatorisches gesagt. Wir warten eigentlich mit dem Schlusspfiff auf den Bundestrainer, der zu uns ins Studio kommt. Doch je nachdem, in welchem Stadion wir sind, sind die Wege mal kürzer, mal länger. Manchmal ist er schon nach zwei Minuten da, manchmal dauert es aber auch zehn Minuten. Und dann bekomme ich die Anweisung aufs Ohr: „Herr Löw dauert noch ein bisschen. Zieh mal den oder den Beitrag vor.“

Wie bekommt man es hin, dass man nicht durcheinander kommt?

Das geht schon einigermaßen. Manchmal ist es mir zu viel. Das sage ich dann aber auch, wenn ich gerade nicht im Bild bin.

Überlegen Sie sich während des Spiels, welche Themen Sie in der Pause und danach ansprechen?

Ja. Die ersten 20 Minuten kann ich meistens relativ entspannt gucken. Sobald irgendetwas passiert, muss ich gucken, wie das Spiel weitergeht und wie wir das, was passiert ist, nachher aufbereiten können. Dann zeigt mir ein anderer Mitarbeiter die Szene noch einmal auf einem anderen Bildschirm. Und ich notiere mir dann, welche Minute es war und wer zum Beispiel die Vorlage gegeben hat, und auf wen. Gleichzeitig muss ich mir aber auch irgendwie das Spiel anschauen.

Machen Sie sich während des Spiels eine Art Spickzettel?

Der schaut aus! Das ist ein weißes Blatt Papier, auf dem ich völlig wirr Dinge raufkritzel, aber ich finde immer alles wieder.

Wie sieht der Zettel denn aus?

In die eine Ecke schreibe ich mir die Tore mit Torschütze und Spielminute. Rechts oben schreibe ich mir Fragen auf, die ich später mit Herrn Löw nicht vergessen darf. Links unten kommen Punkte, die ich mit Olli Kahn nicht vergessen darf. Und ich habe eine furchtbare Sauklaue. Aber bisher konnte ich immer alles lesen.

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