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Mit Rettungsweste auf der Riesenwelle

29.09.2020 05:30, Von David Kluthe — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Keine Zeit für Angst und ganz viel Übung

Eine Welle so hoch wie sieben Stockwerke: Das klingt bedrohlich! Sebastian Steudtner sucht auf der ganzen Welt nach solchen Riesenwellen. Um sie zu finden und auf ihnen zu surfen, hilft auch der Wetterbericht.

Nazare/Portugal: Sebastian Steudtner reitet auf einer Welle bei einem Surf-Wettbewerb.  Foto: Armando Franca/AP/dpa
Nazare/Portugal: Sebastian Steudtner reitet auf einer Welle bei einem Surf-Wettbewerb. Foto: Armando Franca/AP/dpa

Wenn andere Leute lieber an Land bleiben, geht es für Sebastian Steudtner erst so richtig los. Der Mann ist Surfer. Er reitet aber nicht auf normalen Wellen, die bis zur Hüfte oder bis zur Schulter reichen. Sebastian Steudtner surft auf Riesenwellen, so hoch wie Häuser mit mehreren Stockwerken. Dafür hat er schon mehrere Preise gewonnen. Den „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählt er, wie man sich auf so einer Welle fühlt.

Herr Steudtner, woher wissen Sie, wann und wo eine Riesenwelle entsteht?

Ich checke Wettervorhersagen im Internet auf verschiedenen Apps. Diese zeigen mir, wo Stürme entstehen und in welche Richtung die Stürme wandern. So kann ich ablesen, wann die Wellen bei mir sind.

Wie fühlt es sich an, wenn so eine Riesenwelle hinter einem ist: Bekommt man da keine Angst?

Ich bin so konzentriert auf der Welle, dass ich keine Zeit habe, Angst zu haben. Außerdem bereite ich mich super vor und habe ein großes Team. Es hilft mir, auf den Wellen sicher zu sein. Auf der Welle spüre ich also nur Freude und Spaß.

Was machen Sie, wenn Sie eine Riesenwelle überholt?

Wenn mich die Welle überrollt, rolle ich mich zu einem kleinen Ball zusammen und warte ab, bis die Welle mich wieder loslässt. Dann orientiere ich mich und versuche, wieder an die Oberfläche zu kommen. Wenn ich merke, dass ich nicht schnell genug hochkomme, ziehe ich an einer Leine. Die löst eine Rettungsweste aus. Das ist so ähnlich wie im Flugzeug, die Weste treibt einen nach oben.

Was muss man bei einer so großen Welle anders machen als bei kleineren?

Große Wellen sind viel schneller als kleine. Das heißt: Die Art und Weise, wie ich mein Surfbrett kontrolliere, ist ganz anders. Außerdem muss ich meinen Weg auf der Welle anders wählen als auf kleinen Wellen. Ich kann nicht so komplizierte Tricks machen, aber dafür bin ich mit krassem Tempo unterwegs.

Was raten Sie Kindern, die mit dem Surfen anfangen wollen?

Macht es, habt Spaß dabei und lasst euch nicht beirren, es nicht zu tun. Und gebt vor allem nie auf!

Es dauert ungefähr 20 bis 50 Wellen, bis ihr es checkt. Aber wenn ihr es checkt und einmal eine Welle gesurft habt, war es den Fleiß auch wert, weil es so viel Spaß macht.

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