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Mit Pinsel und Fantasie – So arbeitet eine Illustratorin

02.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bunt sieht es aus bei Silke Brix: Auf dem Tisch liegen Farbstifte. In einem Becher trocknen Pinsel in verschiedenen Größen. Hier, in ihrem Atelier (gesprochen: ateljee) in Hamburg, malt und zeichnet die Illustratorin Bilder für Kinderbücher.

Natürlich nicht in jedem einzelnen Buch. Sondern ihre Vorlage ist in dem jeweiligen Buch zu sehen, das dann oft gedruckt wird. Was beim Illustrieren wichtig ist, hat sie dpa-Nachrichten für Kinder erzählt.

Wie fangen Sie an, wenn Sie ein Buch illustrieren?

„Zuerst schickt mir der Verlag das Manuskript, also die Geschichte, aus der einmal ein Buch werden soll. Ich lese es durch. Und dann fange ich an, mich schlauzumachen. Wenn ich zum Beispiel ein Buch für Kinder in der dritten Klasse illustriere, versuche ich herauszufinden: Was interessiert Kinder in diesem Alter? Wie kleiden sie sich? Was spielen sie gern und was finden sie cool? So etwas taucht dann in meinen Zeichnungen auf.“

Wie wird dann aus der Idee ein Bild?

„Zunächst zeichne ich die Entwürfe mit dem Bleistift. Dabei gestalte ich die Figuren und die Umgebung. Aber ich zeichne noch nicht jede Kleinigkeit, wie zum Beispiel Möbel oder Spielzeuge. Meine Entwürfe zeige ich den Leuten vom Verlag und spreche mit ihnen darüber. Sie sagen mir dann, ob etwas anders aussehen soll.

Zum Beispiel: Die Eltern in den Bildern sollten jünger sein. Anschließend gestalte ich die Zeichnung genauer aus. Und dabei entstehen spontan noch viele kleine Details. Die fertige Zeichnung übertrage ich auf dem Lichttisch auf Aquarellpapier.“

Was ist denn ein Lichttisch?

„Das ist ein Zeichentisch mit einem Kasten darunter, in dem man Licht anknipsen kann. Ich lege die Zeichnung und das Aquarellpapier auf die Glasfläche, sodass Licht von unten hindurchscheint. Nun kann ich die Linien auf dem Aquarellpapier nachzeichnen. Wenn ich damit fertig bin, kommen noch die Farben dazu. Ich male mit Aquarell-Farben und mit Acryl-Farben. Dann zeichne ich die Linien noch mal mit einer wasserfesten Tusche nach. Und manchmal gehe ich auch noch mit Buntstiften in das Bild rein – so lange, bis es mir gefällt.“

Dürfen Sie sich selbst ausdenken, wie die Menschen und Tiere aussehen sollen?

„Ja, und das mache ich mit Vorliebe. Einige Dinge müssen in den Bildern zu sehen sein, weil sie im Text stehen. Aber dann spinne ich weiter – zum Beispiel wenn ich ein Kinderzimmer male. Da tauchen dann auch Dinge auf, die nicht im Text vorkommen.“

Was erfinden Sie denn zum Beispiel dazu?

„Ich liebe Tiere – und ganz besonders einen orange-gestreiften Kater aus meiner Nachbarschaft. Der taucht in vielen Büchern auf – den lasse ich einfach da sein.“

Die Illustration stammt von Silke Brix und ist zu sehen in dem Buch „Sophies schlimme Briefe“, Verlag Friedrich Oetinger

Illustratorin Silke Brix malt und zeichnet Bilder für Kinderbücher. Foto: Holger Sander

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