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Mit einem Schatzsucher unterwegs

02.01.2021 05:30, Von Michael Billig — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Um verborgene Schätze zu finden benützen sie eine Metallsonde

Ein spektakulärer Fund! Davon träumen Schatzsucher. Auch Torsten Dietrich-Pöller hofft darauf, wenn er mit seinem Suchgerät über Felder läuft.

Auf einem abgeernteten Maisfeld erkundet der Hobbyschatzsucher Torsten Dietrich-Pöller mit einem Metalldetektor den Boden. Der Metalldetektor wird dicht über dem Boden gehalten, damit er etwas entdecken kann.  Foto: Michael Billig
Auf einem abgeernteten Maisfeld erkundet der Hobbyschatzsucher Torsten Dietrich-Pöller mit einem Metalldetektor den Boden. Der Metalldetektor wird dicht über dem Boden gehalten, damit er etwas entdecken kann. Foto: Michael Billig

„Piiieeep!“ Da ist was, versteckt in der Erde auf dem Acker. Das Geräusch verrät es Torsten Dietrich-Pöller. Was genau da liegt, weiß er noch nicht. Er muss das Fundstück erst ausbuddeln. Klar ist aber: Es besteht aus Metall.

Torsten Dietrich-Pöller ist mit einem speziellen Suchgerät unterwegs: einem Metalldetektor.

Damit findet er Dinge, die wie vergrabene Schätze in der Erde liegen. Manche nennen solche Geräte auch Metallsonde. Hobbyschatzsucher wie Herr Dietrich-Pöller werden deshalb auch Sondengänger genannt.

Ein Metalldetektor besteht aus mehreren Teilen

So ein Metallsuchgerät besteht aus drei Teilen: der Sonde, dem Gestänge und einem Display, also einem Bildschirm. Die Sonde am unteren Ende des Geräts ist am wichtigsten. Sie besteht aus einer Metallspule. Wenn Torsten Dietrich-Pöller den Detektor einschaltet, erzeugt diese Spule mit Hilfe von Strom ein unsichtbares magnetisches Feld.

Schwenkt er dieses Feld dann dicht über der Erde, erkennt es metallhaltiges Material. Und dann piepst es.

Über Gestänge und Kabel ist die Sonde mit dem Display verbunden. Darauf sieht Herr Dietrich-Pöller beispielsweise, wie weit unten der Fund liegt. Sein Gerät kommt dabei bis zu 50 Zentimeter tief.

Beinahe jede Woche ist der Sondengänger auf Schatzsuche auf einem Acker.

Er hat auch schon viel entdeckt: zum Beispiel alte Gewehrkugeln, Knöpfe, Abzeichen und Münzen. Auch verloren gegangene Schlüssel, Eheringe aus Gold und anderen Schmuck hat Herr Dietrich-Pöller wiedergefunden.

Diesmal liegt das Metall in einem abgeernteten Maisfeld ungefähr zehn Zentimeter tief. Herr Dietrich-Pöller holt einen kleinen Spaten aus einer Tasche und gräbt damit im Boden herum. Seine Bewegungen sind vorsichtig. Er will den Fund nicht beschädigen. Nach wenigen Spatenstichen kommt er zum Vorschein: ein Stück Schrott. Es ist verrostet, Erde klebt daran.

Manchmal kann man nicht erkennen was es einmal war

Was das mal war, kann Herr Dietrich-Pöller nicht erkennen. „Vermutlich ein Teil von einem Pflug, vermutlich abgebrochen“, sagt er. Fetzen von Alufolie, verrostete Dosen und anderen Schrott findet Torsten Dietrich-Pöller häufig.

Auf einen großen Schatz ist er noch nicht gestoßen. Sein wertvollstes Stück war eine fast 400 Jahre alte Silbermünze. „Sie wurde im Jahr 1637 geprägt. Die Jahreszahl war sehr gut zu erkennen“, erinnert sich der Hobbyschatzsucher.

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