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Mit dickem Pulli

14.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lüften: Im Klassenzimmer muss man sich wärmer kleiden

Fenster auf! Fachleute sagen, dass frische Luft gegen die Ausbreitung des Coronavirus hilft. Das ist auch in Schulen wichtig. So manche Probleme gibt es dabei aber.

In den Schulen müssen gerade viele Corona-Regeln eingehalten werden.  Foto: Jens Büttner
In den Schulen müssen gerade viele Corona-Regeln eingehalten werden. Foto: Jens Büttner

BERLIN (dpa). Wir sind in der kalten Zeit des Jahres. Also wirst du von deinen Eltern ab und zu hören: „Zieh dir was Warmes an!“ Es ist ja auch blöd, wenn man auf dem Schulweg friert. Doch im Klassenzimmer zieht man die dicken Wintersachen normalerweise wieder aus. Das könnte in diesem Jahr aber ganz anders werden.

Wegen des Coronavirus soll in Schulen oft gelüftet werden. Egal, wie kalt es draußen ist. Der Grund: In geschlossenen Räumen ist die Gefahr sich anzustecken größer als an der frischen Luft. Das liegt an den Aerosolen. Das sind winzige Teilchen, die in der Luft schweben. Durch sie kann das Virus auch übertragen werden. Beim Lüften wird ein Teil von ihnen aus dem Zimmer gepustet.

Warme Kleidung wird also wichtig. „Es ist dann schon gut, wenn man sich einen dicken Pulli mitnimmt“, sagt die Schul-Expertin Ilka Hoffmann. Auch einen Schal sollten die Kinder mitnehmen, findet sie. Andere Fachleute sprechen sogar von Decken und Mützen im Klassenraum. Die Schul-Expertin sagt: Nach ungefähr 15 Minuten kann das Fenster erst mal wieder geschlossen und die Heizung wieder angemacht werden. Manche schlagen auch kürzere Lüftungszeiten vor.

Doch nicht in allen Schulen klappt das mit dem Lüften. „Es gibt Schulen, da sind die Fenster kaputt oder man kann nur einen Teil der Fenster aufmachen“, sagt die Expertin. Da müsse jetzt schnell etwas getan werden, findet sie. Entweder müssten die Fenster repariert werden oder es brauche Geräte wie Luftfilter. Solche Filter können die Viren teilweise aus der Luft holen. „Es geht nicht, dass es Schulen gibt, an denen man gar nicht die Luft verbessern kann“, sagt sie. In solchen Fällen müssten Städte den Schulen helfen.

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