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Mit der Wiener Straßenbahn "Bim" zur Schule

05.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ruth Konrat holt mit ihrem Schläger aus und treibt den Ball über den grünen, nassen Platz. Dann heißt es: „Genug für heut“. Das Training auf dem Kunstrasen des Hockeyclubs in Wien ist zu Ende. Ruth geht zum Spielfeldrand und zieht sich an. Die Zwölfjährige ist kleiner und zierlicher als ihre älteren Mannschaftskameradinnen. Und sie sieht etwas müde aus.

Heute ist nämlich Dienstag. Da ist Ruths Tag immer ziemlich lang. Morgens um sieben aufstehen. Um acht in die Schule bis halb zwei. Danach Mittagessen und ab zum Cello-Unterricht. Und dann mit der U- Bahn direkt zum Hockeytraining. Mit dem Cello. Der Sportclub, in dem Ruth zweimal pro Woche trainiert, liegt mitten im Wiener Prater, einem großen Park in Österreichs Hauptstadt. Von hier aus kann Ruth ein altes Riesenrad sehen, das sich immer noch schön und langsam dreht. Dieses Riesenrad ist in vielen Ländern bekannt und so etwas wie ein Wahrzeichen Wiens.

Ruth kennt eigentlich alle Sachen in der Stadt, die auch in Reiseführern stehen. „Den Stephansdom hab ich oft genug gesehen“, sagt sie lachend und verdreht etwas genervt die Augen. Zu der Kirche strömen immer viele Touristen.

Ruth wohnt mit ihrer älteren Schwester Judith und ihren Eltern in einem großen alten und ziemlich gelben Haus in Wien. Aber eigentlich kommt die Familie aus Innsbruck.

Die Stadt liegt mitten in den Alpen, dem großen Gebirge in Österreich. „Innsbruck gefällt mir eigentlich besser als Wien“, sagt sie. „Da gibt’s mehr Land drumrum und grüne Wiesen, und da haben meine Freunde ganz in der Nähe gewohnt“.

In Wien ist alles größer, weiter. „Hier sind die Freunde schon mehr verstreut“. Es ist halt eine Großstadt. Etwa genau so groß wie Hamburg in Norddeutschland.

Zum Gymnasium fährt Ruth jeden Morgen mit der Straßenbahn. „Ich brauch genau zehn Minuten dahin. Ich hab drei Linien zur Auswahl“, sagt sie. In Wien hat die Straßenbahn einen lustigen Namen. Sie heißt „Bim“.

Die Schule kann schon ganz schön stressig sein, gibt Ruth zu. Aber eigentlich macht ihr das nix aus. „Nein, schlecht bin ich in keinem Fach“, sagt sie ohne Stolz. An Fremdsprachen hat sie bisher nur Englisch. „Aber am liebsten mag ich Turnen.“

Turnen, Hockey – und dann ist da auch noch Fußball. Jeden Freitag hat Ruth Training. Sie ist Torhüterin. Klar, dass sie sich auch auf die Fußball-EM freut, die an diesem Samstag beginnt. „Zuhause liegt schon der ganze Spielplan bereit“, erzählt Ruth. Natürlich drückt Ruth der Mannschaft Österreichs die Daumen. Aber wer ist ihr Favorit? Das Mädchen muss nachdenken. „Spanien“, sagt sie spontan. „Die spielen so schön.“

Die zwölfjährige Ruth Konrat aus Wien in Österreich. Eine Pause nach dem Sport: Ruth spielt leidenschaftlich gern Hockey. Daneben hat sie aber noch eine Menge anderer Sachen zu tun: Fußballspielen, Cellospielen und außerdem die Schule. Foto: Christian Fürst

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