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Mit den Pollen kommt die Allergie

16.03.2019, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Für Allergiker ist der Frühling nicht so toll, weil vielen die Nase läuft und die Augen tränen

Die einen freuen sich auf den Frühling. Für die anderen ist es nicht so schön, wenn es wärmer wird. Denn das bedeutet für sie: tränende Augen und juckende Nase. Das liegt an winzigen Teilchen in der Luft.

Ein Mädchen sitzt auf einer Wiese mit Pusteblumen. Foto: Adobe Stock
Ein Mädchen sitzt auf einer Wiese mit Pusteblumen. Foto: Adobe Stock

GÖTTINGEN. Die Nase läuft, die Augen tränen und kribbeln. Das nervt gerade eine Menge Menschen. Sie haben aber keinen Schnupfen, der nach ein paar Tagen vorbei ist, sondern eine Allergie! Das heißt: Ihr Körper reagiert auf sehr kleine Pflanzenteile in der Luft, die Pollen. Davon fliegen im Frühjahr viel mehr herum als etwa im Winter, weil jetzt viele Pflanzen blühen.

Eigentlich sind Pollen harmlos, wenn man sie einatmet. Für Menschen mit einer Allergie ist das anders. Ihr Immunsystem sieht bestimmte Pollen wie etwa von Haselsträuchern oder Gräsern fälschlicherweise als Bedrohung an. Mit dem Immunsystem schützt sich der Körper gegen schädliche Eindringlinge wie etwa Viren.

Der Arzt Thomas Fuchs ist Experte für Allergien. Er erklärt, was passiert, wenn ein Allergiker Pollen einatmet: „Das Immunsystem reagiert darauf und schüttet bestimmte Botenstoffe aus“. Diese stammen aus Zellen, die Kontakt mit den Pollen hatten und etwa in der Nase sitzen. Deshalb schwellen bei einer Allergie die Schleimhäute in der Nase an und man bekommt schlecht Luft oder muss niesen.

Gegen eine Pollen-Allergie helfen zum Beispiel bestimmte Medikamente. Sie unterdrücken die Immunreaktion des Körpers. Viele Betroffene fühlen sich dann besser. Allerdings müssen die Allergiker die Medikamente jedes Jahr wieder nehmen, wenn die Pollen fliegen. Das ist lästig und manchmal gibt es auch Nebenwirkungen. Zum Beispiel, dass das Medikament müde macht.

„Eine andere Möglichkeit ist es, eine Immuntherapie zu machen“, sagt Thomas Fuchs. Dabei bringen Ärzte dem Immunsystem langsam bei, dass die Pollen nicht gefährlich sind. Der Körper wird dabei zunächst einer winzigen Menge Pollen ausgesetzt.

Im Lauf der Zeit wird die Menge gesteigert. In vielen Fällen hilft das dabei, damit die Menschen keine Beschwerden mehr haben. „Wichtig ist aber, dass man die Therapie regelmäßig und lange genug durchführt“, sagt Thomas Fuchs. Sie sollte drei bis vier Jahre dauern.

Warum manche Menschen stark auf Pollen reagieren und andere nicht, ist nicht ganz klar. „Wir wissen, dass Allergien vererbt werden“, sagt Thomas Fuchs. Das heißt: Wenn Mutter und Vater daran leiden, ist die Gefahr für ihr Kind größer, auch eine Allergie zu bekommen. „Eine weitere Rolle bei Allergien spielen auch Einflüsse aus der Umwelt“, sagt Herr Fuchs. Starke Luftverschmutzung etwa oder Zigarettenrauch. Manches ist aber noch ein Rätsel. Deshalb versuchen Forscherinnen und Forscher, mehr über die Entstehung von Allergien herauszufinden.

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