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Mit dem Kajak rund um Nordamerika

21.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Tour von etwa 50 000 Kilometern ist in mehrere Abschnitte unterteilt

Manche Menschen haben verrückte Hobbys. Freya Hoffmeister umrundet zum Beispiel Kontinente. Und zwar mit einem Kajak. Gerade war sie in Alaska und zeltete da, wo die Bären wohnen.

Freya Hoffmeister will mit ihrem Kanu den Kontinent Nordamerika umrunden. Foto: Christopher Cunningham

SEATTLE (dpa). Freya Hoffmeister mag es nass und schwierig: Mit einem Kajak umfährt sie Nordamerika. Dabei paddelt die 53 Jahre alte Norddeutsche die etwa 50 000 Kilometer verteilt über mehrere Jahre. Start war in der Stadt Seattle an der Westküste. Sie fährt immer mehrere Monate, ehe sie eine Pause einlegt und nach Hause nach Husum fährt. Am Telefon hat uns Freya Hoffmeister von ihrer Reise erzählt.

Was hast du alles mit in deinem Kajak?

Freya Hoffmeister: „Elektronische Geräte, eine Campingausrüstung mit Zelt, in dem ich überwiegend übernachte, Reparaturmaterial – falls mal etwas am Kajak kaputt ist, Klamotten, einen Campingkocher und Kochutensilien, Essen für drei Wochen und Trinken für bis zu einer Woche.“

Was war für dich auf dieser Reise besonders?

„Dieses Jahr habe ich Bären gesehen. Braune Bären, schwarze Bären und später kommen die weißen Eisbären dazu. Bären können schon mal ungemütlich werden. Um sie nicht anzulocken, lasse ich das Essen geruchsgeschützt im Kajak und nehme es nicht mit ins Zelt. Notfalls muss ich sie vertreiben, indem ich laut und deutlich schreie, als würde ich einen riesigen Hund vertreiben.“

Was sind Gefahren und wie schützt du dich?

„Da gibt es so einiges: ertrinken, erfrieren, mit dem Kajak an Klippen zerschellen, aufs Meer abgetrieben werden und von gefährlichen Tieren angefallen werden. Um mich vor dem Erfrieren zu schützen, habe ich einen Trocken-Anzug an und trage Fleece-Wäsche drunter. Ich bin eine gute Schwimmerin und bei hohem Wellengang gehe ich an Land.“

Was machst du eigentlich, wenn du aufs Klo musst?

„Es gibt einen Pinkel-Reißverschluss vorne im Trockenanzug. Da ich eine Frau bin, muss ich ein trichterförmiges Teil ansetzen, dann kann ich im Stehen pinkeln wie ein Mann. Wenn ich im Kajak sitze, benutze ich zusätzlich eine Tüte. Das große Geschäft erledige ich am besten, bevor ich aufs Wasser gehe.“

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