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Mit dem Fahrrad zum Urknall

09.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die größte Maschine der Welt liegt unter der Erde im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich. Dort haben Forscher eine Art Rennbahn gebaut. Sie steckt in einem langen, grauen Betontunnel. Der ist etwa so groß wie ein U-Bahn-Tunnel, verläuft als Ring und ist 27 Kilometer lang. Weil alles so riesig ist, sind die Forscher dort unten manchmal mit dem Fahrrad unterwegs.

Ihr Plan: Im Tunnel soll ein Stückchen Urknall nachgebildet werden – also ein Stück der Entstehung unserer Erde. Dafür sollen winzigste Teilchen auf der Rennbahn mit Höchstgeschwindigkeit zusammenkrachen. Jahrelang wurde an der Riesenmaschine gebaut. Bald kommt der große Tag: Am 10. September wollen die Wissenschaftler die ersten Teilchen im Kreis flitzen lassen.

Später sollen die Teilchen auch zusammenstoßen. Das gucken die Forscher mit allerlei Geräten genau an. So wollen sie nicht nur mehr über den Urknall lernen. Sondern auch, was die geheimnisvolle Dunkle Materie ist. Man kann sie nicht sehen, sie kommt aber trotzdem überall im Weltall vor. Außerdem möchten die Forscher wissen, warum Dinge überhaupt eine Masse haben: Warum es etwa schwerer ist, einen Medizinball zu rollen als einen Fußball.

Dafür schicken sie die Teilchen in entgegengesetzten Richtungen auf die Rennbahn. Dort werden sie fast so schnell wie das Licht. Wenn die Teilchen dann zusammenstoßen, entsteht ein Mini-Feuerball. Und der ist ein bisschen wie ein winziger Urknall. Er ist so klein, dass es riesige Apparate braucht, um ihn zu beobachten.

Das größte dieser Geräte ist riesig wie ein Haus mit fünf Stockwerken. Es heißt Atlas und steht in einer gigantischen unterirdischen Halle. Dort soll es messen, was beim Mini-Urknall passiert. Denn dabei entstehen viele neue winzige Teilchen, die in alle Richtungen wegfliegen.

Auf diese neuen Teilchen sind die Forscher gespannt. Sie hoffen, dass viele unbekannte darunter sind – etwa solche der Dunklen Materie. Die Fachleute drücken die Daumen, dass ab und zu auch eines dabei ist, das sie schon sehr lange suchen: ein Higgs-Teilchen. Dieses hat der britische Physiker Peter Higgs erdacht. Seine Rechnungen ergaben: Es muss da noch ein anderes Teilchen geben. Nur nachweisen konnte es bisher noch niemand.

Dieses Higgs-Teilchen sorgt nach Vorstellung der Forscher dafür, dass ein Medizinball schwerer zu stoßen ist als ein Fußball: Es bildet überall eine Art unsichtbaren Sirup. Je mehr Masse ein Teilchen hat, desto schwerer kommt es durch diesen „Sirup“ voran. So verleiht es den Teilchen ihre Masse – dieser Theorie zufolge. Ob das stimmt? Vielleicht werden die Forscher das mit der Riesenmaschine herausfinden.

Ein Forscher auf einem Rad im Tunnel des LHC am Forschungszentrum Cern nahe Genf, Schweiz. Um dort schneller von einer Stelle zur anderen zu kommen, nehmen die Forscher oft ein Rad. Foto: Maximilien Brice

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