Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Mit alten Feinden reden

02.09.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn man mit jemandem Streit hat, will man vielleicht nicht mehr mit ihm reden. Das ist aber oft keine gute Lösung. Vor allem Länder nutzen deswegen oft die Diplomatie. So bleiben sie im Gespräch.

Heiko Maas (SPD, links), Bundesaußenminister, trifft mit Abdulasis Komilow, Außenminister von Usbekistan, in Taschkent zu einem Gespräch zusammen.   Foto: Michael Fischer/dpa
Heiko Maas (SPD, links), Bundesaußenminister, trifft mit Abdulasis Komilow, Außenminister von Usbekistan, in Taschkent zu einem Gespräch zusammen. Foto: Michael Fischer/dpa

Die Taliban waren Feinde. Deutschland hat mit anderen Ländern geholfen, diese Gruppe im Land Afghanistan zu bekämpfen. Doch nun haben die Taliban dort gewonnen. Die Vertreter Deutschlands haben das Land deshalb verlassen.

Das klingt normal: Mit seinen Feinden will man nicht unbedingt reden. Doch tatsächlich versuchen die meisten Länder, miteinander im Gespräch zu bleiben. Das gilt sogar, wenn die Regierungen sich nicht gut verstehen. Auch Deutschland will das in der Zukunft wieder in Afghanistan tun.

Dieses Reden und Verhandeln zwischen Staaten nennt man Diplomatie. Die Fachleute heißen Diplomaten oder auch Botschafter. Mit ihrer Arbeit kennt sich Volker Stanzel sehr gut aus. Denn er hat lange als Diplomat für Deutschland in Asien gearbeitet. Er sagt: Sogar in schlimmen Streitigkeiten darf das Reden nicht aufhören. „Das Ziel der Diplomatie ist, Probleme friedlich zu lösen“, erklärt der Fachmann. Denn wenn das nicht mehr geht, bleibe nur noch Gewalt. Damit ist nicht unbedingt Krieg gemeint. Länder können sich auch anders gegenseitig schaden.

Diplomatie brauchen aber alle Staaten, nicht nur die, die Stress miteinander haben. Auch befreundete Länder verhandeln regelmäßig über Themen, um sich zu einigen, erklärt Volker Stanzel. Das sei jedoch einfacher, wenn sich beide Seiten an die gleichen Regeln halten.

Schwer wird es, wenn unterschiedliche Regeln beim Verhandeln gelten. Das könnte in Zukunft bei der Gruppe der Taliban so sein. „Die sind kein eigener Staat und schwer berechenbar“, sagt der Experte. Man werde sich möglicherweise nicht auf Vereinbarungen verlassen können.

Volker Stanzel findet gleich mehrere Dinge für diplomatische Verhandlungen wichtig: „Erstens: immer gut vorbereitet sein.“ Dann sei es besser, mehr zuzuhören als selbst zu reden.

Zudem sollte man versuchen, nicht allein zu sein. „Im Team ist man stärker.“ Aber das Wichtigste ist für Volker Stanzel: Geduld! Denn manche Probleme lassen sich erst nach Tagen, Wochen oder Jahren wirklich lösen. dpa

Paulas Nachrichten

Umeinanderwirbeln und Hüften schwingen

Saxofon, Posaune und Schlagzeug erklingen. Ausgelassen fegen die Menschen über die Tanzfläche und werfen die Beine in die Luft. Lindy Hop ist eine alte Tanzart, die heute wieder sehr beliebt ist.

Buuuum-ba! Schubidu, schubidu! Buuuum-ba! Schubidu-ah! Zu diesem Rhythmus…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten