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Mehrweg statt Einweg in den Einkaufswagen

18.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Einweg und Mehrweg – damit sind nicht etwa Straßen gemeint. Es geht um Getränkeflaschen. Werden sie nur ein Mal benutzt und landen dann im Müll, spricht man von Einweg-Flaschen. Solche, die du austrinkst und dann wieder im Laden abgibst, werden Mehrweg-Flaschen genannt. Sie sind oft aus Glas hergestellt, es gibt sie aber auch aus Plastik.

Für die Umwelt sind Mehrweg-Flaschen meist besser. Sie werden von den Unternehmen gewaschen. Dann kommen neue Getränke rein und ab geht es wieder in den Handel. Mit Einweg-Flaschen dagegen entsteht ein Riesenmüllberg. Deshalb haben Fachleute jetzt eine Aktion gestartet. „Mehrweg ist Klimaschutz“ heißt sie. Ziel ist es, die Menschen zu informieren und zu überzeugen, im Laden nur Mehrweg-Flaschen zu kaufen. Auch die Politiker müssen mehr tun und neue Regeln aufstellen, forderten die Fachleute am Donnerstag. Wichtig sei etwa, dass für den Käufer sofort ganz klar zu sehen ist, ob er eine Einweg- oder eine Mehrweg-Flasche in der Hand hält.

Die Experten sagen auch, dass es gut wäre, für Einweg-Flaschen zusätzlich zum Pfand noch eine Gebühr zu verlangen – mindestens 20 Cent pro Flasche.

Nicht nur Umweltschützer, auch viele Getränkeunternehmen sind für Mehrweg-Flaschen. Meist seien es kleine und mittlere Firmen aus der Region, die ihre Getränke so anbieten, sagen sie. Wer Mehrweg-Flaschen kaufe, unterstütze solche Unternehmen.

Was Flaschen mit dem Klima zu tun haben

„Mehrweg-Flaschen helfen gegen den Klimawandel, Wegwerf-Flaschen aus Plastik heizen ihn an“, erklärte ein Fachmann am Donnerstag in Berlin. Denn bei der Herstellung der Flaschen entstehen Gase, die zur Klimaerwärmung beitragen. Bei Einweg-Flaschen, von denen immer wieder neue produziert werden müssen, entstehen viel mehr solcher Gase als bei den Flaschen, die immer wieder genutzt werden. Besonders schlecht für die Umwelt sind Getränkedosen.

Eine Mehrweg-Flasche aus Glas wird rund 50 Mal verwendet, bis sie aussortiert werden muss. So lange muss man keine neue herstellen. Allerdings sollte man auch darauf achten, dass die Mehrweg-Flaschen nicht aus einer Stadt ganz weit weg kommen, sondern aus der Nähe. Denn die Laster, die die Flaschen in die Läden und leer wieder zurückkarren, verbrauchen Diesel. Und auch dabei entstehen jede Menge Gase, die schädlich für das Klima sind.

„Allianz für Mehrweg“ will darüber informieren, wie Kunden mit ihrer Entscheidung für Getränke in Mehrwegverpackungen einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Foto: Allianz für Mehrweg

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