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Max Giesinger: Shows für Oma und Opa

11.11.2021 05:30, Von Interview: Thomas Bremser — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Oma ist eine coole Frau! Das sagt der Sänger Max Giesinger über seine Großmutter. Auf seinem neuen Album hat er ihr sogar ein Lied gewidmet.

Als Kind hat er für seine Großeltern Shows aufgeführt. Auf seinem neuen Album widmet Max Giesinger seiner Oma ein Lied.  Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild
Als Kind hat er für seine Großeltern Shows aufgeführt. Auf seinem neuen Album widmet Max Giesinger seiner Oma ein Lied. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild

Im Interview erzählt Max Giesinger, was ihn mit seiner Oma verbindet.

Max Giesinger singt über seine Familie. Am Freitag erscheint sein neues Album „Vier“ und darin geht es auch um die Kindheit des Sängers. Das Lied „In meinen Gedanken“ hat er für seine Oma geschrieben. Max Giesinger singt darüber, dass er seine Oma in seinen Gedanken immer dabeihat, wenn er um die Welt reist. Denn mit ihr hat er als Kind viel Zeit verbracht. Die nimmt er sich auch heute noch, wenn Oma anruft.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Oma?

Ich habe sehr viele, gute Erinnerungen. Ich habe einen Großteil meiner Kindheit dort verbracht. Ich war auch oft an den Wochenenden bei meiner Oma, da lief dann die Volksmusiksendung „Musikantenstadl“. Ich bin dann mit meinem Tiroler-Hütchen vor meinen Großeltern rumgeturnt und habe schon mit fünf Jahren den großen Unterhalter gespielt. Für mich war es das Größte, vor ihnen eine Show aufzuführen.

Was haben Sie noch zusammen unternommen?

Ich fand es auch immer toll, mit meiner Oma in Karlsruhe einkaufen zu gehen. Das war, als ob ich in eine andere Welt eintauche, weil ich ja vom Dorf komme. Meistens gab’s dann auch eine Kleinigkeit zum Spielen. Wenn ich von der Schule gekommen bin, hat sie immer wahnsinnig gut gekocht. Eine coole Frau.

Was sagt Ihre Oma zu Ihrem Erfolg?

Die ersten Jahre nach dem Abi, als es noch nicht so gut lief, hat sie sich schon Sorgen gemacht, ob ich von der Musik leben kann. Das kann man sich natürlich nur ganz schwer vorstellen, weil es auf dem Dorf meist niemanden gibt, der es als Berufsmusiker schafft. Nachdem die Karriere dann losging, war es für sie das Größte, mich im Fernsehen zu sehen. Sie fragt immer: „Max, wann bist du denn in der nächsten Show? Dann hab ich wenigstens das Gefühl, du sitzt bei mir im Wohnzimmer.“ Wenn wir dann telefonieren, will sie so wenig wie möglich nerven. Dann will sie sich immer schon nach drei Minuten verabschieden. Ich sag dann immer: „Oma, alles gut. Ich hab gerade Zeit“.

Was hätten Sie denn beruflich gemacht, wenn Sie kein Musiker geworden wären?

Dann hätte ich ein Problem gehabt. Wahrscheinlich wäre ich Lehrer geworden. Aber ich bin schnell genervt, wenn es zu laut ist. Ich wäre deshalb wohl ein genervter Lehrer gewesen.

Oder Staubsaugerverkäufer. Ich glaube, ich könnte Leuten gut irgendwelche Sachen verkaufen. Ich konnte in der Schule schon gut Pokémon-Karten tauschen.

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