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Max aus London: „Weihnachten ist eher wie eine Party“

24.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Max war schon unglaublich fleißig. Er hat schon ohne Ende Karten zu Weihnachten geschrieben. Max ist ein 13-jähriger Junge aus London, der Hauptstadt Großbritanniens.

Max hat jede Menge Weihnachtskarten geschrieben.  Foto: Inga Radel
Max hat jede Menge Weihnachtskarten geschrieben. Foto: Inga Radel

Er hat Großeltern in Baden-Württemberg. Deshalb kennt er das Weihnachtsfest bei uns – und das in Großbritannien. Was die wichtigsten Unterschiede sind, erzählt der Schüler im Interview mit dpa-Nachrichten für Kinder.

Hast du denn in diesem Jahr schon etwas Weihnachtliches gemacht, das für Großbritannien typisch ist?

„Ja, ich habe schon ganz viele Weihnachtskarten geschrieben. Das ist hier eine verrückte Sache. Man schreibt fast allen Leuten, die man kennt, eine Karte. Ich habe mit meinem Vater über 100 Karten geschrieben – einen ganzen Tag lang – wie eine Massenproduktion. Die Karten, die man selbst bekommt, hängt man dann dekorativ über eine Leine an die Wohnzimmerwand.“

Was ist in Großbritannien sonst noch anders als in Deutschland?

„Man stellt den Baum schon mehrere Wochen vor Weihnachten auf. Und dann schmückt man ihn meistens jeden Tag ein bisschen – und am letzten Tag kommt der Stern drauf. Die Deko ist auch anders. Alles ein bisschen bunter und greller. Man hängt zum Beispiel Papiergirlanden auf, also eher so wie in Deutschland an Silvester.“

Jetzt aber zum Fest und dem Spannendsten: Wann gibt es die Geschenke?

„Hier feiert man erst am 25. Dezember. Santa Claus – also der Weihnachtsmann – kommt in der Nacht. Wir Kinder stellen ihm abends Kuchen und ein kleines Glas Alkohol hin. Angeblich isst und trinkt er das. Und wir hängen Strümpfe an den Kamin – oder wenn man keinen Kamin hat, dann ans Bettende. Wir stehen dann am 25. Dezember extra ganz früh auf, um die Geschenke zu sehen. Und natürlich gibt es auch große Geschenke, die unter den Strümpfen liegen – oder manchmal ist Geld im Strumpf.“

Aber am 25. Dezember wird dann ansonsten genauso gefeiert wie in Deutschland an Heiligabend?

„Nein, das ist hier eher wie eine Party und ein bisschen wie Silvester. In Deutschland ist es irgendwie gemütlicher.“

Wie bitte?! Eine Party?

„Ja, beim Mittagessen werden zwischen den Gängen so große Party-Knall-Bonbons aus Pappe zerrissen. Dabei verschränken alle am Tisch die Arme so über Kreuz und ziehen dann mit ihren Tischnachbarn an den Bonbons, bis sie einen Knall machen. Dabei fallen Papierchen mit Witzchen heraus und Papierkronen. Jeder setzt sich dann so eine bunte Papierkrone auf.“

Was esst ihr zu Weihnachten?

„Typisch ist Truthahn, gefüllt mit Kräutern, dazu Bratensoße, Röstkartoffeln und Rosenkohl. Und als Nachtisch isst man Christmas Pudding – Sherry wird über den Pudding gegossen und dann angezündet. Das macht den Geschmack besser und muss ausgepustet werden.“

In Kino-Filmen sieht man, dass die Leute Mistelzweige an Weihnachten aufhängen. Gibt es die wirklich?

„Ja! Die hängen bei manchen Leuten im Türrahmen. Wenn sich da drunter ein Mädchen und ein Junge treffen, sollen die sich küssen. Aber das muss man nicht unbedingt. Also ich finde das albern.“

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