Paulas Nachrichten

„Man kann sich seine eigene kleine Welt schaffen“

29.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie die Mutter, so die Tochter: Dieses Sprichwort trifft auf Rosi und Steffi Lampe aus Leipzig besonders gut zu. Denn die beiden sehen sich nicht nur ähnlich wie Mutter und Tochter. Sondern sie haben auch den gleichen ungewöhnlichen Beruf. Rosi und Steffi sind Puppenspielerinnen.

Angefangen mit dieser besonderen Art des Theaters hat Mutter Rosi vor mehr als 25 Jahren. Eigentlich ist sie gelernte Buchhändlerin. Aber, sagt die 61-Jährige: „Ich habe mir schon immer gewünscht, ein eigenes Puppentheater zu haben.“ Erst zog sie mit einer kleinen Bühne durch die Lande, spielte in Kindergärten, Schulen oder Sportvereinen. Später gründete sie dann in Leipzig in Sachsen mit anderen Künstlern zusammen das Puppentheater „Sterntaler“.

Tochter Steffi wollte eigentlich nicht das Gleiche machen wie ihre Mutter. Sie fand es vor allem furchtbar aufwendig. „Koffer packen, schleppen, aufbauen, spielen, wieder einpacken, aufräumen.“

Als sie sah, was für die Auftritte ihrer Mutter alles nötig war, sagte sie sich: „Das machst du nicht.“ Steffi arbeitete erst als Erzieherin – aber dann studierte sie doch Puppenspiel.

Mutter Rosi führt gerne Märchen auf – „ohne sie mit irgendwelchem Schnickschnack aufzupeppen“.

Und die 61-Jährige spielt auch sehr gern für Erwachsene, denn Puppenspiel ist auf gar keinen Fall nur was für Kinder, sagt sie. Auch ihre Tochter Steffi zeigt gerne Märchen, zum Beispiel die von den Gebrüdern Grimm.

Zusammen allerdings treten Mutter und Tochter nicht auf.

„Weil wir doch recht unterschiedliche Auffassungen haben“, sagt die 34-jährige Steffi.

Ungefragte Tipps – egal ob von der Mutter oder von anderen Kollegen – kann sie auch nicht leiden. Und was sie toll findet am Puppenspiel? „Man kann sich seine eigene kleine Welt schaffen. Packt sie ein, zeigt das Stück und packt wieder zusammen,“ sagt Steffi Lampe.

Die Puppenspielerin Steffi Lampe (links) trägt ihren Sohn Friedrich (Mitte) auf dem Arm und spielt gemeinsam mit Mutter Rosi Lampe (rechts) „Rotkäppchen und der böse Wolf“. Mutter und Tochter sind von Beruf Puppenspielerinnen. Angefangen mit dieser besonderen Art des Theaters hat Mutter Rosi vor mehr als 25 Jahren. Eigentlich ist sie gelernte Buchhändlerin. Tochter Steffi wollte eigentlich nicht das Gleiche machen wie ihre Mutter. Aber später studierte sie dann doch Puppenspiel. Foto: Jan Woitas

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