Paulas Nachrichten

„Mama, ich hab’ Läuse!“

07.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Bäh, Läuse sind eklig“, findet Jule. „Wieso, das ist doch halb so schlimm“, meint Lasse. Er hat sich in der Schule schon mehrmals diese kleinen Krabbler geholt. Beim ersten Mal prustete er laut los: „Mama, ich hab’ Läuse und Tom und Flori auch.“

Damals war Lasse in der ersten Klasse. Seine Mutter musste ihn wegen „Läuse-Befalls“ aus der Schule abholen. Bis sie kam, musste Lasse mit Tom und Flori getrennt von den anderen essen. „Das war besonders cool“, erzählt Lasse heute.

Seine Lehrerin hatte die Läuse entdeckt. Doch deswegen machte sie kein großes Trara. Sie hängte einfach ein Schild an die Eingangstür, auf dem stand „Wir haben Läuse“ – zur Vorwarnung. Auch Lasses Mutter blieb entspannt. Denn Kopfläuse sind nicht selten. Gerade in Schulen und Kindergärten werden Kinder häufig von den Tierchen befallen. Läuse sind zwar lästig, aber in unserem Land nicht gefährlich.

Fast jeder kriegt sie mal. Wer Läuse hat, ist nicht unsauber oder wäscht sich nicht genug. Man könnte sogar sagen: Läuse zu haben ist ein Zeichen, wie beliebt ein Kind ist.

Denn meist bekommt man sie, wenn man mit Freundinnen oder Kumpels eng zusammenhockt – zum Beispiel beim Spielen oder wenn man beieinander übernachtet und vielleicht im selben Bett schläft.

Dabei krabbeln die Läuse von Kopf zu Kopf. Springen oder fliegen können sie nicht. Aber mit ihren sechs Klammerbeinen hangeln sie sich wunderbar an den Haaren entlang.

Bei Haaren, die kürzer als zwei Zentimeter sind, haben Läuse aber keine Chance. „Wir Mädchen bekommen sie deshalb dummerweise häufiger“, sagt Jule. Fachleute geben ihr recht: Mädels stecken auch öfter die Köpfe zusammen als Jungs.

Besonders wohl fühlen sich Läuse in den Haaren an den Schläfen, an den Ohren und im Nacken – weil es hier meist schön warm und dunkel ist. Dort machen sie es sich gemütlich und saugen alle zwei bis drei Stunden mit ihrem Stechrüssel Blut aus der Kopfhaut – ähnlich wie Mücken.

Läuse-Weibchen legen auf dem Kopf jeden Tag bis zu zehn Eier. Diese sind so winzig wie ein Sandkorn, braun und tränenförmig. Das Läuse-Weibchen heftet sie mit einer Art Klebstoff direkt an die Stelle, wo das Haar aus der Kopfhaut wächst. Die Eier sehen dann ein bisschen aus wie Perlen an einer Schnur. Nach etwa sieben bis zehn Tagen schlüpft aus dem Ei eine Larve. Sie häutet sich ein paar Mal und wird zur erwachsenen Laus.

Doch keine Angst: Das geht nicht immer einfach so weiter. Wer mitbekommt, dass er Läuse hat, kann dagegen leicht etwas tun. Lasse findet: „Läuse zu bekommen ist nicht schlimm, sie zu behalten ist aber blöd.“

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