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Lügen im Internet entlarven

18.04.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit etwas Nachdenken und Vergleichen kommt man Lügnern oft auf die Schliche

Im Internet ist es leicht, seine Meinung und auch sein Wissen zu verbreiten. Doch dort stoßen wir auch immer häufiger auf Informationen, die nicht stimmen. Es gibt aber Mittel und Hinweise, solche Lügen ziemlich schnell zu durchschauen.

Auf dem Smartphone kommen manchmal seltsame Nachrichten an. Denn manche Leute verbreiten auch Lügengeschichten.  Foto: Philipp Brandstädter/dpa
Auf dem Smartphone kommen manchmal seltsame Nachrichten an. Denn manche Leute verbreiten auch Lügengeschichten. Foto: Philipp Brandstädter/dpa

Ein Freund hat eine seltsame Nachricht geschickt. Darin steht, man müsse die Info unbedingt an ganz viele Leute weiterleiten. Sonst drohe einem Unheil. Kann so etwas stimmen?

Nö. Solche Nachrichten nennt man Kettenbriefe. Diese Nachrichten denken sich irgendwelche Leute aus. Sie testen damit, ob andere das glauben und weiterverbreiten. Solchen und ähnlichen Quatsch findet man häufig im Internet. Mal sieht es auf einem Foto so aus, als würde ein Hai auf einer Autobahn schwimmen. Mal wird in einem Video behauptet, die Erde sei eine Scheibe. Mal ist es leicht und mal schwieriger, eine Information als falsch zu entlarven.

Wieso verbreiten Menschen mit Absicht Lügen im Internet? Das weiß Juliane von Reppert-Bismarck. Sie erklärt in Schulklassen, wie man mit Falschnachrichten umgeht. Denn über Apps wie Whatsapp, Instagram, Tiktok und Snapchat landen manchmal seltsame Meldungen auf dem Handy.

Lügen oder Übertreibungen sorgen für Aufmerksamkeit

„Manche Leute übertreiben oder lügen im Netz, um damit mehr Aufmerksamkeit zu bekommen“, erklärt die Fachfrau. So locken sie Leute auf ihre Webseiten. Sie erfragen persönliche Daten oder bieten etwas zum Verkauf, um Geld zu verdienen. „Andere behaupten falsche Dinge, um eine Person, Gruppe oder eine Sache absichtlich schlechtzumachen.“

Egal warum Lügen verbreitet werden: Es ist immer ärgerlich, wenn man auf sie hereinfällt. „Darum ist es wichtig, immer zu prüfen, ob eine Informationen stimmt oder nicht“, sagt Juliane von Reppert-Bismarck.

Das geht so: „Zunächst sollte man sich die Quelle einer Nachricht anschauen“, erklärt die Expertin: „Wer hat das geschrieben? Wird gesagt, woher die Info kommt? Was ist das für eine Internet-Seite?“ Auch wichtig: „Kann man die Nachricht auch auf anderen Seiten finden?“

Denn etwa Reporter von Nachrichtensendungen und Zeitungen sind verpflichtet, wahrheitsgetreu zu berichten. Darum kann man Infos aus diesen Medien normalerweise trauen, gerade wenn man sie auf mehreren Seiten findet.

Ein anderer Hinweis kann das Datum sein. Manchmal werden Texte, Bilder oder Videos als neu bezeichnet, obwohl die Jahre alt sind.

Meist hilft es auch, mehr als nur die Überschrift zu lesen. So versteht man dann etwa mehr über den Hintergrund einer Geschichte.

Den eigenen Kopf benutzen und nachdenken

„Eigentlich ist es gar nicht so schwer herauszufinden, ob eine Nachricht stimmt oder nicht“, sagt die Fachfrau. „Wenn man seinen Kopf benutzt, ist das meist kein Problem.“ Man muss sich nur fragen, ob man vielleicht gerade veräppelt wird. Deshalb rät die Expertin: Immer aufmerksam bleiben, wenn man im Internet etwas liest! Das gilt besonders, wenn man die Meldung weiterschicken will.

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