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Licht ins Dunkel bringen

17.03.2018, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nach offenem Feuer, Öllampen und Kerzen kam das elektrische Licht

Die Erfindung der Glühbirne hat das Leben der Menschen verändert. Doch statt eines Drahts im Glaskolben leuchten in unseren Zimmern mittlerweile Leucht-Dioden oder kurz: LED. Diese haben einige Vorteile.

Auf einmal war es für die Menschen nicht mehr wichtig, ob die Sonne unterging und es dunkel wurde. Denn dank der Erfindung der Glühbirne brachten Straßenlaternen, Kronleuchter und Scheinwerfer auf einmal Licht ins Dunkel. Das neue elektrische Licht leuchtete viel heller als Kerzen, Fackeln und Öllampen. Nun konnten die Leute auch nachts arbeiten und unterwegs sein.

Die Weiterentwicklung der Glühbirnen

Forscher versuchen Leuchten auf Folien herzustellen: flach und biegsam. Foto: Philipp Brandstädter

Die Idee mit der Glühbirne ist schon weit über 100 Jahre alt. Eine kleine Spirale aus Draht steckt in einem luftleeren Glaskolben. Durch den Draht fließt Strom. Dadurch beginnt er zu glühen und sendet so Licht aus.

Doch das elektrische Licht hat sich weiter entwickelt. In den Lampen, die wir heute anschalten, steckt immer seltener ein glühender Draht. Stattdessen sorgen Leucht-Dioden für Helligkeit. Man nennt sie kurz: LED. Die Abkürzung kommt vom englischen Namen der LED: light emitting diode.

Eine Diode ist ein Bauteil, das elektrischen Strom in eine Richtung durchlässt, in die andere Richtung aber stoppt. Solche Bauteile stecken in Elektro-Geräten.

Die LED ist aus einem bestimmten Stoff gemacht dessen Bestandteile sowohl den Strom leiten als auch ihn nicht leiten. Deshalb heißt sie Halbleiter-Diode. Durch diesen Stoff kann die LED leuchten, ohne dafür viel Strom zu verbrauchen oder Hitze zu entwickeln.

LEDs waren früher nur für kleine Anzeigen geeignet

„Früher konnte man LED nur sehr schwach und nur in einer Farbe leuchten lassen!“ erklärt Fachmann Andreas Habermehl. Die LED wurden deshalb nur für kleine leuchtende Anzeigen an Geräten genutzt – wie etwa für das Fernlicht-Zeichen im Auto. „Doch inzwischen leuchten LED viel heller und in allen Farben. Sie verbrauchen viel weniger Strom als eine Glühbirne, werden nicht so heiß und halten länger.“

So sind die LED mittlerweile überall im Einsatz. Als Arbeitsleuchte auf dem Schreibtisch. Als bunte Lichter im Party-Keller. Oder einfach in Form einer Glühbirne als Deckenlampe. Nur eben mit dem Unterschied, dass in der Birne kein heißer Draht mehr glüht.

„Trotz der vielen Vorteile können LED aber auch ab und an Ärger machen“, räumt Andreas Habermehl ein. Denn bei billig hergestellten Lampen und Lichtern funktionieren die LED häufig nicht richtig.

„Die sind dann zu hell, flackern und flimmern oder gehen früh kaputt“, sagt der Experte. Er rät deshalb, sich in Geschäften beraten zu lassen.

Energiesparlampen sind vielen Leuten zu langsam

Wo Licht brennen sollte, glühten früher meistens Drähte. Viele Jahrzehnte steckten in Lampen in der Regel Glühbirnen. Aber vor knapp zehn Jahren begannen sie nach und nach zu verschwinden. Denn Politiker in Europa hatten entschieden: Energiespar-Lampen sollen die Glühbirnen ersetzen.

Energiespar-Lampen sollten besser für die Umwelt sein. Sie verbrauchen weniger Strom und erzeugen weniger Wärme. Doch viele Leute wollten sich nicht mit der Energiespar-Lampe anfreunden. „Die Birnen brauchen einige Sekunden, bis sie hell sind“, erklärt ein Fachmann. „Außerdem machen die alten Glühbirnen ein angenehmeres Licht.“

Auch die Umwelt würden die Energiespar-Lampen nicht unbedingt schonen, sagt der Experte weiter. Da sie giftige Stoffe enthalten, dürfe man sie keinesfalls in den Hausmüll werfen. Man muss sie als Sondermüll entsorgen, wenn sie kaputt sind. Inzwischen ersetzen häufig LED-Leuchten die Energiespar-Lampen. Die LED sehen manchmal sogar so aus wie früher Glühbirnen.

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