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Licht an durch Zauberhand?

15.06.2020 05:30, Von Dierk Bullerdieck — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bewegungsmelder werden in Einfahrten oder Hauseingängen gerne benutzt

Sie erkennen dich von Weitem und schalten das Licht ein, wenn du nach Hause kommst. Bewegungsmelder werden besonders in Einfahrten oder Hauseingängen gerne benutzt. Dahinter steckt eine spannende Technik.

Bewegungsmelder hängen an vielen Hauseingängen.  Foto: picture alliance / dpa
Bewegungsmelder hängen an vielen Hauseingängen. Foto: picture alliance / dpa

HANNOVER (dpa) An manchen Tagen kommt man nach dem Sonnenuntergang nach Hause. Auf dem Bürgersteig oder der Straße ist durch die Laternen meist noch alles hell erleuchtet. Aber sobald es näher an die Haustür geht, kann es dunkel werden. So dunkel, dass man über eine Stufe stolpern könnte. Oder Probleme hat, das Schlüsselloch zu finden. Doch dann geht manchmal wie durch Zauberei ein Licht an.

Der Sensor erkennt die Temperatur

Dahinter steckt aber kein Zauber, sondern ein kleines Gerät. Das hast du vielleicht schon einmal an einer Lampe gesehen. Es ist ein Bewegungsmelder. Doch wie funktioniert der eigentlich?

Der Trick dahinter ist eine Art Fühler. Er erkenne Menschen in Bewegung an ihrer Wärme, sagt Mona Mutschler. Sie arbeitet bei einer Firma im Bundesland Baden-Württemberg, die solche Geräte herstellt. Der Fühler wird Sensor genannt. Er erkennt die Temperatur von Menschen auch, wenn sie noch weiter weg sind. „Wir Menschen haben ja eine Körpertemperatur von ungefähr 37 Grad, und das ist meist wärmer als die Umgebung“, erklärt Mona Mutschler.

Probleme wenn es draußen sehr heiß ist

Steine oder Rasen im Vorgarten sind normalerweise um einige Grad kälter als der Körper eines Menschen. Nur wenn es draußen sehr heiß ist, kann der Melder Probleme bekommen.

Dieser Fühler erkennt also den Menschen in einer Einfahrt oder auf einem Weg. Immer wenn das passiert, wird das Licht eingeschaltet. Das ist nicht nur praktisch, weil man nicht auf den Lichtschalter drücken muss. „So nutzt man in der Dunkelheit nur dann das Licht, wenn man es auch wirklich braucht“, erklärt Mona Mutschler.

Das Licht bleibt meist einige Zeit eingeschaltet, auch wenn man sich nicht bewegt. So hat man genug Zeit, um die Tür aufzuschließen und hineinzugehen. Die Zeit kann eingestellt werden.

Es kann aber auch manchmal passieren, dass das Licht angeht, wenn Hunde oder Katzen am Bewegungsmelder vorbeilaufen. Denn auch sie haben meistens eine höhere Körpertemperatur als die Umgebung. Und auch wenn ein Auto in die Einfahrt fährt, geht das Licht an. Dort erkennt der Sensor den warmen Motor.

Tagsüber, wenn die Sonne hell genug scheint, kann man in der Einfahrt hin- und hergehen so oft man will. Das Licht bleibt aus. Denn so ein Bewegungsmelder besitzt noch einen weiteren Fühler - den Lichtsensor. Der misst, wie hell es draußen ist. Dadurch schaltet sich die Lampe erst dann ein, wenn man sie auch wirklich braucht.

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