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„Lesen soll Spaß machen“

21.05.2021 05:30, Von Antje Ehmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Julia Bielenberg ist die Chefin des Oetinger Verlags, in dem seit 75 Jahren Kinderbücher verlegt werden

Der Hamburger Verlag Friedrich Oetinger hat Geburtstag. 75 wird er schon und hat in dieser Zeit viele berühmte Kinderbücher veröffentlicht. Die Verlegerin erzählt von ihrer Arbeit dort.

Julia Bielenberg leitet den Oetinger Verlag in Hamburg. Foto: Joerg Schwalfenberg/Oetinger
Julia Bielenberg leitet den Oetinger Verlag in Hamburg. Foto: Joerg Schwalfenberg/Oetinger

Den Oetinger Verlag kennt vielleicht nicht jeder. Dafür aber ziemlich sicher Pippi Langstrumpf.

Die beliebten Geschichten mit ihr sind im Oetinger Verlag erschienen. Julia Bielenberg leitet diesen Verlag seit einigen Jahren. Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählt sie von ihrer Arbeit.

Frau Bielenberg, den Oetinger Verlag gibt es jetzt seit 75 Jahren. Wie haben sich Kinderbücher seitdem verändert?

Die Realität hat sich verändert – und damit auch die Kinderbücher. Denn in den Geschichten geht es ja auch immer um die Lebensumstände der Kinder. Außerdem habe ich bemerkt, dass die Autorinnen eher kürzere Sätze schreiben als vor 30 Jahren.

Die Hauptfiguren sind vielfältiger. Sie kommen aus anderen Ländern, habe eine andere Hautfarbe oder leben in ganz verschiedenen Familien. Das ist heute so und deshalb wollen wir das auch in unseren Kinderbüchern darstellen. Was sich aber überhaupt nicht verändert hat ist, dass Lesen Spaß machen soll.

Mit welchen Büchern wurde der Oetinger Verlag bekannt?

Zuerst fällt mir da natürlich Pippi Langstrumpf ein, die beliebteste Kinderbuchfigur weltweit. Dann kommen aber auch gleich noch das Sams, die Olchis, Linnea und Pettersson und Findus. Das sind alles schon moderne Klassiker.

Sie kannten Pippis Erfinderin Astrid Lindgren persönlich. Was hat Ihnen an ihr imponiert?

Sie war eine sehr liebenswerte und bescheidene Person, obwohl sie ja ein Weltstar war.

Ich erinnere mich, wenn wir uns bei meiner Oma gesehen haben, dass sie immer an mir interessiert war. Sie wollte wissen, was ich morgens in der Schule erlebt habe oder was mich sonst noch so als Kind beschäftigt. Das hat mir gefallen. Dass sie berühmt ist, habe ich erst an den Reaktionen meiner Freundinnen und Kindern aus meiner Klasse verstanden. Die kannten alle ihre Bücher: „Madita“, „Ronja Räubertochter“ und „Pippi Langstrumpf“.

Warum brauchen Autorinnen und Autoren eigentlich einen Verlag?

Der Verlag unterstützt sie und kann sie beraten. Außerdem trägt der Verlag das finanzielle Risiko. Es gibt ganz viele Kinderbücher, da muss sich ein Autor erst einmal behaupten. Mit der Lektorin arbeiten die Autoren eng und im kreativen Austausch zusammen. Das ist ganz wichtig und so entstehen dann tolle Kinderbücher.

Was ist das Besondere an einem Kinderbuchverlag?

Es macht ganz viel Spaß, für Kinder zu arbeiten, für sie zu schreiben und zu illustrieren. Da geht es vor allem darum, für das Lesen zu begeistern.

Denn das Lesen ist die Grundlage, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Deshalb liegt es uns am Herzen, Kinder damit anzustecken.

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