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Lernen ohne Fahrschulschild – Im ICE-Simulator

20.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Intercity-Express rast quer durch die Landschaft. Der Gashebel steht auf Vollgas. Der Zug düst mit 250 Kilometern pro Stunde über die Schienen. Plötzlich wird die Frontscheibe immer dunkler. „Das sind die Insekten, die bei den hohen Geschwindigkeiten an die Scheibe klatschen“, sagt der Lokführer Holger Schulze.

Dann setzt heftiger Regen ein und der Computer meldet ein rotes Signal in wenigen Kilometern. Jetzt muss Holger Schulze schnell reagieren und die richtigen Knöpfe drücken. Bald steht der Zug vor dem roten Signal, während ein Wolkenbruch auf den Zug niederprasselt.

Alles scheint echt. Doch Holger Schulze steuert keinen echten ICE. Er sitzt in Fulda in Hessen in einem ICE-Simulator. In dem Trainings- Gerät üben Lokführer das ICE-Fahren. Alles ist ein bisschen wie bei einem Computerspiel. Vieles wirkt wie im wirklichen ICE-Cockpit: Es gibt Zugfunk, die Maschinenanzeigen leuchten wie im echten Zug. Und die typischen Geräusche ertönen. Auch das Beschleunigen und Bremsen fühlt sich an wie bei einer echten Zugfahrt. Aber der Simulator bewegt sich bei alldem nicht von der Stelle.

In ihm sitzen normalerweise Lokführer, die in der Ausbildung sind oder ein spezielles Training machen. Holger Schulze zeigt uns heute alles. Er ist eigentlich der Mann, der außerhalb sitzt und von seinem Computer aus den Lokführern die Aufgaben stellt. Drückt er dort auf den entsprechenden Knopf, sieht der Lokführer vor lauter Nebel nicht mehr die Hand vor Augen. Oder es setzt ein Schneegestöber ein.

Außerdem steht Schulze in ständigem Funkkontakt mit den Leuten im Simulator und kann sie mit kniffligen Anweisungen ins Schwitzen bringen. Dass das geht, ist praktisch für die Bahn. „Wir setzen Simulatoren ein, weil wir dadurch für Trainingszwecke keine echten Züge brauchen“, erklärt Reymund Weitzel. Er ist einer der Verantwortlichen im Simulationszentrum in Fulda. Und außerdem, meint er, gibt es für ICEs mit Fahranfängern ja kein Fahrschulschild.

Doch es trainieren nicht nur Neulinge im Simulator. In Fulda lernen im Moment viele erfahrene Lokführer, wie sie so fahren, dass ihr Zug möglichst wenig Strom braucht. „Da gibt’s ein paar Kniffe, um so was zu schaffen“, erklärt der Fachmann. „Wenn der Zug beispielsweise auf Höchstgeschwindigkeit ist, dann lässt der Lokführer es einfach rollen.“ So komme der Zug dann weite Strecken ohne Strom vorwärts.

Und das läppert sich gewaltig. Wie sehr, wird klar, wenn man es für eine Strecke von Hamburg im Norden nach München im Süden Deutschlands ausrechnet. Auf der Strecke kann ein Lokführer laut Bahn etwa 4000 Kilowattstunden Strom sparen. Das ist so viel wie eine Familie mit drei bis vier Leuten in einem ganzen Jahr verbraucht. Wird weniger Strom verbraucht, spart die Bahn Geld. Und es schont auch die Umwelt.

Mit dem ICE kannst du rasend schnell durch Deutschland reisen.

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