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Leonardo da Vinci – Ein Alleskönner schaut in die Zukunft

30.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Mann sitzt still und beobachtet Vögel. Denn er will wissen, wie sie fliegen. Er zeichnet die Vögel und ihre Flügel auf Papier. Und hinterher grübelt er, wie eine Flugmaschine für Menschen wohl funktionieren müsste. Dieser Zeichner und Naturforscher lebte vor etwa 500 Jahren, als es noch keine Flugzeuge gab. Er hieß Leonardo da Vinci und war ein Alleskönner: ein Genie als Maler, Bildhauer, Baumeister und Forscher.

Er malte unvergessliche Bilder und konstruierte Flugmaschinen. Er erfand Waffen und dachte sich Fallschirme aus. Mit seinen Ideen blickte er in die Zukunft. Denn er zeichnete Dinge, die erst viel später wirklich erfunden wurden. Doch wie wurde Leonardo zum Genie?

Von einem Leben als Star war anfangs gar nichts zu sehen: Leonardo wurde im Jahr 1452 in einem Dorf nahe der Stadt Vinci in Italien geboren. Seine Eltern waren nicht verheiratet, der Junge wuchs viel bei seinen Großeltern auf. Er besuchte nie eine höhere Schule. Aber er konnte singen, Musik machen, und sein Onkel brachte ihm das Zeichnen bei.

Eines Tages holte Leonardos Vater ihn zu sich in die Stadt Florenz und merkte, wie gut sein Sohn zeichnen konnte. Darum ging er mit ihm in die Werkstatt des Malers und Bildhauers Verrocchio. Der stellte Leonardo als Lehrling ein. Bald wurde Leonardo zu einem gefragten Maler bei den Mächtigen seiner Zeit. Doch das genügte ihm nicht.

Er interessierte sich für Technik. Also dachte er sich Geräte aus und zeichnete sie: zum Beispiel einen Wagen, der einen Antrieb aus Holz-Federn und Zahnrädern hatte. Mit seinen Ideen im Gepäck verließ Leonardo Florenz und ging nach Mailand im Norden Italiens. Dort wurde er Hof-Ingenieur beim Herrscher der Stadt, Ludovico Sforza. Für ihn entwarf er Gebäude, Kanäle, einen schwimmenden Bagger, aber auch Kriegsmaschinen. Und er zeichnete Dinge, die sich damals außer ihm noch niemand vorstellen konnte – wie Roboter.

Leonardo war neugierig. Er wollte die Welt durch seine eigenen Beobachtungen verstehen. Deshalb schaute er auch den Vögeln so genau zu. Und um den menschlichen Körper zu erforschen, schnitt er Leichen auf – obwohl das damals verboten war. Er tat es heimlich.

All sein Wissen etwa über den Körper des Menschen wandte Leonardo auch beim Malen an. Dadurch wirkten seine Bilder oft besonders lebendig. Sein Gemälde „Mona Lisa“, auf dem eine Frau lächelt, gilt heute als das wohl berühmteste Bild der Welt.

Viele Herrscher wollten den Alleskönner Leonardo damals an ihre Höfe locken. So zog er oft um – bis er 1519 in Frankreich starb. Er hinterließ Tausende von Blättern mit Notizen und Zeichnungen. Und Fachleute staunen bis heute, was der Mann aus der Nähe des kleinen Ortes Vinci schon damals alles von der Welt wusste.

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