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Lehrer dringend gesucht!

02.09.2021 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Schulen in Deutschland haben ein Problem: Sie haben zu wenig Lehrer und Lehrerinnen. Die Politik hat in den vergangenen Jahren zu wenig dagegen getan, finden viele.

An Grundschulen und in bestimmten Fächern fehlen Lehrer und Lehrerinnen besonders.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa
An Grundschulen und in bestimmten Fächern fehlen Lehrer und Lehrerinnen besonders. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Der Schulchor wurde abgeschafft. In Chemie finden weniger Schulstunden statt als ursprünglich geplant. Und wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer krank ist, gibt es keinen Ersatz.

Vielleicht hast du an deiner Schule auch schon einmal eine ähnliche Situation erlebt. Das könnte bedeuten, dass es an der Schule zu wenige Lehrkräfte gibt.

An vielen Schulen in Deutschland herrscht Lehrermangel. Tausende Stellen sind unbesetzt. Vor allem in der Grundschule und für Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie gibt es zu wenig Lehrkräfte. Darunter leiden vor allem die Schüler und Schülerinnen.

Lehrermangel wirkt sich auf den Stundenplan aus

Die Kinder und Jugendlichen bemerken den Mangel aber nicht nur im Stundenplan, weiß Udo Beckmann. Er ist der Chef einer großen Organisation, die sich unter anderem für die Rechte von Lehrkräften einsetzt.

Er sagt: „Die Schulen bemühen sich, das Kerngeschäft am Laufen zu halten. Das heißt, sie sorgen dafür, dass der Unterricht stattfindet. Aber das, was Schule ausmacht, fällt hinten runter, also zum Beispiel AGs, Projekte oder kleinere Lerngruppen“. Lehrermangel sei kein neues Problem, sagt der Experte. „Wir kämpfen damit schon seit rund 20 Jahren.“

Ein Grund liegt darin, dass in Deutschland mehr Kinder geboren werden als Fachleute vor einiger Zeit noch dachten. Dass diese Kinder irgendwann in die Schule kommen, ist eigentlich keine Überraschung. Doch die Politik hat es immer wieder versäumt, auf die steigenden Schülerzahlen zu reagieren und mehr Lehrer auszubilden und einzustellen. „Es gibt keine langfristige Planung, was die Lehrerausbildung angeht“, beklagt Udo Beckmann.

Damit meint der Fachmann unter anderem, dass es an den Universitäten zu wenige Studienplätze gibt. Um Lehrer zu werden, studiert man meist und macht anschließend ein Referendariat.

Das ist eine Art Ausbildung direkt in der Schule. Doch an vielen Universitäten wurden die Studienplätze für Lehrer in den vergangenen Jahren nicht genügend erhöht. Das muss sich ändern, fordert Udo Beckmann.

An manchen Schulen ist der Lehrermangel besonders schlimm. An anderen Schulen, wie beispielsweise den Gymnasien, ist der Mangel dagegen nicht so dramatisch. Dort werden die Lehrkräfte auch besser bezahlt.

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