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Leere Klassenzimmer

26.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nicht nur in Deutschland waren die Schulen wegen Corona geschlossen. Auch in anderen Ländern war das so, oft sogar viel länger als bei uns. Zwei Kinder aus dem Land Indien berichten davon.

Die Regierung des Bundesstaates hat die Wiedereröffnung der Schulen angekündigt. Im Land Indien werden die Klassenzimmer oft besprüht, ehe Kinder rein dürfen. Das soll gegen Corona helfen.  Foto: Monojit Kumar Saha/PTI/dpa
Die Regierung des Bundesstaates hat die Wiedereröffnung der Schulen angekündigt. Im Land Indien werden die Klassenzimmer oft besprüht, ehe Kinder rein dürfen. Das soll gegen Corona helfen. Foto: Monojit Kumar Saha/PTI/dpa

Rudransh und Reyansh haben ihr Klassenzimmer noch nie von innen gesehen. Dabei gehen die siebenjährigen Zwillinge jetzt in die erste Klasse. Schuld daran ist Corona. Die Zwillinge wohnen im Land Indien. Seit Beginn der Krise sind in ihrem Heimatort Pune Kindergärten und Grundschulen geschlossen. Rudransh und Reyansh lernen nur zu Hause vor dem Computer. „Wir möchten unsere Freunde treffen und auf dem Schulhof spielen“, sagt Rudransh. Sein Zwillingsbruder erklärt: „Wir wollen mal unsere Lieblingslehrerin treffen.“ Dann könnte die Lehrerin ihnen einen Stern für richtig gemachte Hausaufgaben geben. Momentan müssen sie sich selbst mit einem Stern im Übungsheft belohnen. Wie den beiden geht es vielen Kindern in dem asiatischen Land. Während in Deutschland die Schulen ungefähr vier Monate lang zu waren, blieben sie in Indien oft viel länger dicht. Einige Schulen machten nach neun Monaten wieder auf, andere erst nach 19 Monaten. Manche Kinder hatten nun fast zwei Jahre keinen normalen Unterricht. Die Zwillinge gehören zu den reicheren Familien in Indien und konnten deswegen in der Zeit mit einem Computer lernen. Auch kümmerten sich ihre Lehrerinnen und Lehrer darum, Aufgaben zu schicken und Online-Unterricht zu geben.

Schüler nehmen mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand zueinander am Unterricht in der Blossoms High School teil. Einige Schulen im Land Indien haben wieder geöffnet. Sie waren wegen Corona meist länger geschlossen als in Deutschland. Foto: Aijaz Rahi/AP/dpa
Schüler nehmen mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand zueinander am Unterricht in der Blossoms High School teil. Einige Schulen im Land Indien haben wieder geöffnet. Sie waren wegen Corona meist länger geschlossen als in Deutschland. Foto: Aijaz Rahi/AP/dpa

Eine indische Organisation fand heraus: Die Mehrzahl der ärmeren indischen Kinder konnte dagegen lange Zeit fast gar nicht lernen. Vor allem dann, wenn sie keinen Laptop und kein Handy hatten. Nur eines von fünf Kindern in Indien wurde in der Corona-Zeit weiterunterrichtet. Auch in anderen Ländern auf der Welt fiel oft mehr Schule aus als in Deutschland. Die Hilfsorganisation Unesco stellte fest: Wegen der Schulschließungen waren Kinder häufiger alleine, waren häufiger gefrustet und lernten weniger. Deswegen sei es jetzt wichtig, den Kindern die Chance zu geben, das aufzuholen. Obwohl sich das Virus gerade wieder stark verbreitet, bleiben die Schulen in den meisten Ländern geöffnet. Das sei eine gute Nachricht, findet die Unesco. Schule sei ein Ort, wo Kinder sich treffen und austauschen können. Das sei extrem wichtig. dpa

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