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Laurent will Leben retten

18.01.2022 05:30, Von Anette Birschel und Weronika Peneshko — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Laurent fällt das Lernen super leicht. Der Zwölfjährige hat nicht nur schon längst die Schule beendet, sondern auch studiert. Und jetzt durfte er mit einem Laser arbeiten.

Wunderknabe Laurent hat ein Schnupperstudium in München absolviert und will nun gerne sein Physikstudium dort fortsetzen. Laurent ist zwölf und lernt sehr gerne.  Foto: Thorsten Naeser/Max-Planck-Gesellschaft/dpa
Wunderknabe Laurent hat ein Schnupperstudium in München absolviert und will nun gerne sein Physikstudium dort fortsetzen. Laurent ist zwölf und lernt sehr gerne. Foto: Thorsten Naeser/Max-Planck-Gesellschaft/dpa

Sie können zum Beispiel außergewöhnlich gut Geige spielen. Oder sie rechnen Mathe-Aufgaben aus, die für andere viel zu schwer wären: Manche Kinder haben Fähigkeiten, die andere in ihrem Alter nicht haben. Oft können diese Kinder bestimmte Dinge sogar besser als die meisten Erwachsenen. Wunderkinder nennen manche Leute sie deshalb auch. Dass es Wunderkinder gibt, ist aber selten.

Laurent aber könnte man als Wunderkind bezeichnen. Er ist zwölf Jahre alt und kommt aus unserem Nachbarland Belgien. Wie viele andere Kinder spielt er gerne oder schaut sich Superhelden-Filme an. Das erzählt er im Interview mit den dpa-Kindernachrichten.

Laurent geht aber nicht etwa in die sechste Klasse, sondern hat schon längst die Schule beendet. Mit acht Jahren machte er das Abitur. Dann studierte er an einer Universität unter anderem das naturwissenschaftliche Fach Physik. Denn Laurent ist hochbegabt.

Sein Können will der Zwölfjährige für andere einsetzen: Er möchte Leben retten. Deswegen war er jetzt im Bundesland Bayern. Denn dort wird zur schlimmen Krankheit Krebs geforscht. Er hat zwei Monate lang mit erwachsenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einem Forschungszentrum gearbeitet.

Für das Projekt hat er an einem der stärksten Laser der Welt gewerkelt. „Ich habe an Apparaten gearbeitet, um die so einzustellen, dass man Krebs in einem ganz frühen Stadium im Blut erkennen kann“, sagt Laurent. Mit anderen Kindern spricht Laurent aber eher nicht über seine Aufgaben. „Dann reden wir über etwas anderes: Welche Filme wir gesehen haben oder wo wir im Urlaub waren“, berichtet er.

Die kurze Zeit bei den Wissenschaftlern in Bayern ist für Laurent nun schon wieder vorbei. Er sagt: „Das war toll, alle waren super freundlich zu mir.“ Nur durfte er wegen seines Alters manchmal nicht mit bestimmten Proben arbeiten. „Wegen der Sicherheitsvorschriften“, erklärt er.

Jetzt will er weiterstudieren, und zwar in der deutschen Stadt München. Alleine wird Laurent dann nicht sein, denn seine Eltern sind bei ihm. Und zum Glück fällt es ihm nicht schwer, woanders zu leben. „Ich habe nie Heimweh“, erzählt Laurent.

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