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Laubbäume gehen nackig in den Winter

19.10.2019 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Herbst bereitet sich die Natur schon auf die kalte Jahreszeit vor

Im Herbst beginnt sich die Natur zu verändern. Das kann man besonders gut an den Laubbäumen beobachten. Ihre Blätter färben sich gelb oder rot und fallen schließlich ab. So bereiten sich die Laubbäume auf den Winter vor.

Im Winter sind Laubbäume meist kahl. Sie haben ihre Blätter abgeworfen.  Fotos: Patrick Pleul
Im Winter sind Laubbäume meist kahl. Sie haben ihre Blätter abgeworfen. Fotos: Patrick Pleul

KÖLN. Wahrscheinlich ist es dir schon aufgefallen: Es ist kälter geworden, die Tage werden immer kürzer, die Nächte dafür länger. Ganz klar, der Herbst hat begonnen. Wir Menschen kramen unsere Pullover, Jacken und Mäntel hervor. Je kälter es wird, desto dicker mummeln wir uns ein. Und was macht die Natur?

Ohne Blätter brauchen Bäume weniger Wasser

Teilweise herbstlich gefärbt sind die Blätter eines Ahornbaumes. Ein Stoff namens Chlorophyll ist verantwortlich für die grüne Farbe in Pflanzen. Wenn er aus den Blättern gezogen wird, dann kommen andere Farben zum Vorschein.
Teilweise herbstlich gefärbt sind die Blätter eines Ahornbaumes. Ein Stoff namens Chlorophyll ist verantwortlich für die grüne Farbe in Pflanzen. Wenn er aus den Blättern gezogen wird, dann kommen andere Farben zum Vorschein.

Sie hat ihre eigenen Tricks, um sich auf den Winter vorzubereiten. Laubbäume zum Beispiel werfen ihre Blätter ab. Sie mummeln sich nicht ein, sondern machen sich sozusagen nackig. So schützen sich die Bäume davor, im Winter zu vertrocknen. Über die Blätter geht nämlich viel Wasser verloren. Es verdunstet in die Luft.

Im Frühjahr und Sommer ist das normalerweise kein Problem. Im Winter wäre es das aber schon! Denn in dieser Jahreszeit können die Bäume nicht so gut das benötigte Wasser aufnehmen. Zum einen, weil es im Winter oft trocken ist. Und zum anderen, weil die Böden bisweilen gefroren sind.

Wäre der Baum im Winter noch voller Blätter, würde er langsam vertrocknen. Daher wirft er sie ab. Bevor das aber passiert, ziehen die Bäume noch alle wichtigen Nährstoffe aus den Blättern. Zum Beispiel Zucker und Mineralstoffe. Diese werden in den Ästen und Zweigen, im Stamm und in den Wurzeln eingelagert. So sammeln die Bäume wichtige Reserven für das kommende Frühjahr.

Die grünen Blätter enthalten Chlorophyll

Auch ein Stoff namens Chlorophyll wird aus den Blättern gezogen. Dieser sorgt normalerweise für deren grüne Farbe. Wenn er fehlt, kommen andere Farbstoffe zum Vorschein: zum Beispiel rote, gelbe und orangefarbene. Diese wurden bislang vom Chlorophyll überdeckt. Die Blätter der Ahornbäume färben sich beispielsweise gelb, die Blätter der Eiche werden rot.

Die Blätter werden von der Versorgung abgeschnitten

Damit die Blätter schließlich abfallen, kappt der Baum sozusagen die Leitung zu ihnen. Dazu bildet sich zwischen dem Zweig und dem Blattstiel ein Trenngewebe. Kommt ein heftiger Windstoß, weht er das Blatt davon. Zumindest bei den meisten Baumarten. An Eichen und Buchen beispielsweise bleiben die vertrockneten Blätter oft bis ins Frühjahr hängen.

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