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„Lasst die Töne raus“ – Im Chor macht Singen noch mehr Spaß

01.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der zweiten Reihe wird noch getuschelt. Drei Mädchen haben dort die Köpfe zusammengesteckt. „Ruhe bitte! Wir fangen erst an, wenn bei allen der Mund zu ist“, sagt Monika Lichter-Resch und hält den Zeigefinger an ihre Lippen. Sie ist die Leiterin eines Chors.

Der große Kinderchor mit Chorleiterin Monika Lichter-Resch bei einer Probe. Oskar tritt im Chor als Solist auf. Deshalb steht er ganz vorne mit einem Mikrofon in der Hand.  Foto: Birgit Klimke
Der große Kinderchor mit Chorleiterin Monika Lichter-Resch bei einer Probe. Oskar tritt im Chor als Solist auf. Deshalb steht er ganz vorne mit einem Mikrofon in der Hand. Foto: Birgit Klimke

Als es wenig später mucksmäuschenstill ist im Saal, hebt sie ihre rechte Hand. Und schon fängt der Chor an zu singen. Erst leise und langsam. Dann wird der Gesang immer kräftiger.

Etwa 60 Mädchen und Jungen sind an dem Tag in den Konzertsaal der Sing- und Musikschule in Kempten in Bayern gekommen. Sie proben für einen Auftritt. Da muss natürlich jedes Stück sitzen. „Die hintere Reihe höre ich kaum. Ihr müsst etwas lauter singen. Macht den Mund weit auf – so wie die Fische – und lasst die Töne raus“, sagt die Chorleiterin.

Die Sänger haben sich in vier Reihen aufgestellt. Die hinteren Reihen stehen erhöht, damit jede Stimme gut zu hören ist. Ganz vorne vor dem Chor steht Laura. Die Zehnjährige hat als Einzige ein Mikrofon in der Hand. Sie ist Solistin. So nennt man eine Sängerin, die einen Teil des Liedes allein singt. Laura wurde für die Stimme der Meerjungfrau Marielle ausgewählt. Sie hat nämlich eine besonders schöne und klare Stimme, sagt Monika Lichter-Resch.

Ein bisschen aufgeregt ist sie schon, verrät Laura. Aber sie freut sich auch: „Ich singe das Lied ,Die Sonne sehen‘. Die Melodie ist total schön.“ Laura singt schon seit fünf Jahren in einem Chor. „Es macht viel Spaß. Und es gefällt mir, wenn mehrere zusammen singen. Das hört sich toll an.“

Auch Oskar singt gerne. „Ich singe auch oft zu Hause. Vor allem wenn ich einen Ohrwurm habe“, sagt der Neunjährige. Er übernimmt ebenfalls eine Solisten-Rolle. Oskar ist nämlich der Prinz, der am Ende des Märchens die schöne Meerjungfrau heiratet.

Ein Chor klingt aber nur dann gut, wenn alle mit dem Singen gleichzeitig beginnen und aufhören.

Und natürlich müssen alle Sänger den Takt halten. Damit das gelingt, lassen sie die Dirigentin nicht aus den Augen. Manche Mädchen und Jungen wippen außerdem mit ihren Füßen den Takt mit.

Nach der Chorprobe gibt es für die Solisten noch Einzelunterricht. Neben Oskar und Laura singt auch die neunjährige Fiona ein Solo. Sie ist die Meereshexe. Die Chorleiterin begleitet die drei Sänger am Klavier.

Zuerst üben sie die hohen, dann die tiefen Töne. „Legt eure Hände an den Bauch, dann spürt ihr wie sich beim Singen euer Zwerchfell bewegt. Und stellt euch ganz bequem hin, damit der Ton den Weg von der großen Zehe durch den ganzen Körper bis zum Kopf findet.“

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