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Landwirte haben auch im Winter viel zu tun

19.11.2020 05:30, Von Elena Zelle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Man muss die Traktoren und die Maschinen waschen und eventuell auch reparieren

Im Frühjahr und Sommer haben Landwirte viel zu tun: pflügen, grubbern, säen, düngen, spritzen und schließlich ernten. Und dann? Legen Bauern im Winter etwa die Füße hoch?

Der Landwirt Holger Hennies steht vor einem Trecker. Er hat jede Menge Kartoffeln geerntet. Die müssen nun aber noch in Säcke verpackt werden.  Foto: Elena Zelle
Der Landwirt Holger Hennies steht vor einem Trecker. Er hat jede Menge Kartoffeln geerntet. Die müssen nun aber noch in Säcke verpackt werden. Foto: Elena Zelle

Der gelbe Roder erntet gerade die letzte Reihe Zuckerrüben. Jede Menge Kartoffeln lagern schon in der großen Halle von Holger Hennies und Claudia Königsmann. Auch die Erntemaschine dafür blitzt fast wieder wie neu. Sieht doch aus, als könnten die beiden Landwirte aus dem Bundesland Niedersachsen über den Winter eine Pause einlegen!

„Auf keinen Fall“, sagen sie und lachen. Zwar haben die beiden im Winter wirklich weniger Arbeit auf den Feldern. „Aber hier auf dem Hof gibt es immer was zu tun“, sagt Holger Hennies.

Die Traktoren und Maschinen werden zum Beispiel gewaschen und mit Pflanzenöl eingesprüht, damit nichts einrostet. Außerdem werden über den Winter Reparaturen erledigt.

Auch auf manchen Feldern säen die beiden noch etwas aus, das Zwischenfrucht heißt. Auf vielen Feldern wachsen solche Pflanzen auch jetzt schon. Sie sorgen dafür, dass der Boden über den Winter gut geschützt ist und danach etwa Kartoffeln besser gedeihen.

Außerdem kümmern sich die beiden Landwirte um viele Tiere: 200 Schweine, 15 Pferde, 35 Hühner und Hündin Molly gehören zum Hof. Die Tiere brauchen auch im Winter mehrmals am Tag Futter. Die Ställe müssen die Landwirte natürlich auch sauber halten: ausmisten und neues Stroh einstreuen etwa. Außerdem reinigen sie die Schweineställe im Winter gründlich mit einem speziellen Waschgerät.

Meistens brauchen die Tiere auch mehr Unterstützung, wenn es kalt ist. „Jetzt ist auch bei den Schweinen Hustenzeit“, erklärt Claudia Königsmann. Sie gibt ihnen dann pflanzliche Medikamente oder spezielle Kräuter, die helfen sollen.

Die Pferde werden von der Landwirtin geschoren. Das heißt, dass Claudia Königsmann ihr Winterfell an einigen Stellen mit einer Art Rasierer sehr kurz schneidet. „Dann schwitzen sie nicht so schnell“, erklärt sie. Trotzdem brauchen die Pferde dann im Winter keine Decke. Denn das Fell wird ja nicht überall kurz rasiert.

Zum Hof gehört auch ein Laden. Dort verkauft das Paar etwa Gemüse, Honig und Eier. Jetzt will Claudia Königsmann auch bald Grünkohl einkochen und in Gläser füllen zum Verkaufen.

Zum Grünkohl schmecken ja Kartoffeln gut. Die lagern noch in vielen Kisten aus Brettern in der großen Halle. Manche stecken schon in Netzen, wie man sie aus dem Supermarkt kennt. In solche Netze müssen die anderen Kartoffeln auch noch verpackt werden. Absacken nennt Landwirt Holger Hennies das. Dann verkauft er die Kartoffeln zum Beispiel an Supermärkte, Restaurants oder eben im Hofladen. Es gibt für die Landwirte also auch im Winter jede Menge zu tun.

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