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Küken schlüpfen im Wohnzimmer

20.04.2019, Von Jennifer Heck — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Brutkasten dauert es drei Wochen, bis aus dem Ei ein Küken schlüpft

Aus einem Karton mit Eiern wollen der siebenjährige Philipp und seine Familie Hühnerküken schlüpfen lassen. Mit einem Brutkasten geht das ohne Henne und ohne Nest. Nach 21 Tagen war es endlich so weit!

Sarah und Philipp kümmern sich regelmäßig um die Hühner.  Foto: Jennifer Heck
Sarah und Philipp kümmern sich regelmäßig um die Hühner. Foto: Jennifer Heck

MAINZ. Philipp hat gemerkt, dass bald Schlupftag ist. Der Tag, an dem die Küken endlich aus ihrer Schale herauskommen sollen. Denn ab und zu haben die Eier haben gewackelt.

Wenn sie groß genug sind, ziehen die Küken vom Wohnzimmer in den Stall.
Wenn sie groß genug sind, ziehen die Küken vom Wohnzimmer in den Stall.

Dann konnten Philipp und seine Schwester Sarah sogar ein Piepen durch die Eierschale hören. „Als ich am Freitag vom Fußballtraining kam, war schon eins da“, erzählt Philipp. Er ist sieben Jahre alt. Seine fünfjährige Schwester ist ganz verzaubert: „Das war süß!“

Für die Hühnerzucht extra Eier gekauft

Die Bruteier hatten ihre Eltern extra für die Hühnerzucht gekauft. Irgendwann tauchte auch im zweiten Ei das erste kleine Loch in der Schale auf. Hühnerküken nutzen dazu einen besonderen Zahn. Er heißt Eizahn und sitzt auf dem Schnabel. Damit sägen und hämmern sie von innen einen Ring ins Ei.

„Das Küken hat das Ei immer weiter aufgemacht und schließlich ist es rausgekommen“, sagt Philipp. Denn geht der Riss fast rundherum, zerbricht die eng gewordene Schale.

So ein frisch geschlüpftes Küken ist erschöpft und nass. „Wir haben die noch ein bisschen im Brutkasten gelassen, weil die trocknen mussten“, erzählt Sarah. Dann sehen die Küken bald flauschig aus. Schon am ersten Tag erkundeten die Küken neugierig ihre Umgebung, erinnert sich Philipp.

Anfangs wurden die Tiere jeden Morgen gewogen. Das stärkste Küken wog an einem Tag 40 Gramm. Das ist etwa so viel wie fünf Walnüsse.

Feste Fütterungszeiten für die Küken

Von dem Gewicht am Morgen hängt ab, wie viel Futter die Tiere über den Tag bekommen. „Wir haben feste Fütterungszeiten“, sagt Philipp.

Auf dem Plan steht an diesem Tag zum ersten Mal ein Futterbrei, den die Geschwister mit ihrer Mutter zubereitet haben.

Philipp hält eine Schale fest, während Sarah etwas von dem Brei hineinfüllt. „Dann schauen wir mal, ob denen das schmeckt“, sagt ihre Mutter. Philipp stellt die Schale vorsichtig in den Käfig. Sofort piepen alle Küken durcheinander und laufen zum Napf. „Eins hat schon gleich probiert!“, ruft Philipp.

„Die haben echt richtig Hunger“, sagt seine Mutter. „Sonst sind sie immer kurz zum Napf und dann wieder weg. Aber jetzt haben sie es richtig verstanden.“

In den nächsten Tagen brauchen Philipp und Sarah nur noch die Näpfe mit Futter und Wasser nachzufüllen. Die Küken versorgen sich dann selbst. „Und da kommt die Hühnerkacke hin!“, erklärt Sarah und zeigt auf einen Eimer neben dem Käfig. Die sammeln sie nicht nur bei den Küken auf, sondern auch bei den Großen.

„Die erwachsenen Hühner leben draußen im Garten“, sagt Philipp. Wenn es etwas wärmer ist und die Küken mehr Federn haben, ziehen sie in den Stall um.

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